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Schwach besucht war der Infoabend zur Dorferneuerung.  

Infoabend in Langenpreising

Frust bei der Dorfentwicklung

Die Arbeitskreise der Langenpreisinger Dorfentwicklung sind enttäuscht vom Gemeinderat. Experte Otto Kurz drängt zu Taten – auch wegen der Zuschüsse.

Langenpreising – Es sollte ein großer Informationsabend zum Thema Dorfentwicklung werden. Allerdings kamen am Donnerstagabend nur 28 Gäste in den Saal des Oberwirts. Über die Gründe wurde unter den Anwesenden kräftig spekuliert. Einer davon könnte in einer gewissen Frustration der Arbeitskreise liegen. In der Tat hatten diese Gruppen schon länger nichts mehr zu berichten, sieht man mal vom überaus erfolgreichen Dorfladen ab.

Genau diese Situation wurde zum Hauptthema des Abends. Franz Schäffler war der einzige verbliebene vom Arbeitskreis 2, der sich schwerpunktmäßig um das Unterwirtsgelände gekümmert und hier sehr konkrete Vorschläge erarbeitet hat.

„Ich fürchte, dass die gar nicht wollen“, meinte Schäffler an die Adresse des Gemeinderats. Heinz Hoynatzky griff das Gremium in bekannt scharfer Form an: „Der Gemeinderat wurschtelt vor sich hin.“

Der Hauptreferent des Abend, Otto Kurz, bemühte sich, die Wogen zu glätten. Er sprach von einer „Kampfsituation“, die nicht gut tue. Jetzt komm es darauf an, die Bürger auf der Basis der vorgelegten Vorschläge wieder zusammenzuholen. Hoynatzky forderte wieder eine „Satzung“, die den Umgang des Gemeinderats mit den Ergebnissen der Arbeitskreise regeln sollte. So etwas hatte der Gemeinderat schon einmal verworfen, und auch Kurz machte deutlich, dass er davon nicht allzu viel hält.

Der Experte schlug stattdessen vor, das Zusammenwirken von Arbeitskreisen und Gemeinderat informeller zu gestalten. Er hatte aber auch einen konkreten Zeitplan für das weitere Vorgehen in der Tasche: Die Arbeitskreise sollten sich nach Pfingsten mit den vorgelegten Vorschlägen der Planer befassen, der Gemeinderat dann möglichst noch vor der Sommerpause in die Entscheidungsphase gehen.

Gemeinderat Franz Neumüller (FW) sprach gar von einer Neuaufstellung der Arbeitskreise. Auch die Bildung eines eigenen Arbeitskreises für Zustorf böte sich nach den vorgelegten Vorschlägen an, fand er.

Mehrfach machte Kurz deutlich, dass jetzt langsam Zug in die Dorfentwicklung kommen sollte. Die Zuschussrichtlinien für öffentliche wie private Vorhaben in diesem Zusammenhang enthalten nach den Worten des Fachmanns Fristen.

Und die wiederum waren das Thema von Fritz Hampel vom Amt für ländliche Entwicklung. Er informierte darüber, dass öffentliche Vorhaben im Planungsgebiet mit bis zu 50 Prozent gefördert werden können. Privatleute, die Maßnahmen an ihren Gebäuden vornehmen wollen, können mit 10 bis 30 Prozent, höchstens aber 30 000 Euro rechnen. Bei ortsbildprägenden Gebäuden seien sogar bis 60 000 Euro drin.

Das gelte aber nur für das vom Gemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung festgelegten Fördergebiet. Er konnte aus der Gemeinde Fraunberg gleich mehrere gelungene Beispiele für private Sanierungsvorhaben vorstellen, die durchaus Gefallen fanden.

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