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Eine weitere Attraktion soll das Taufkirchener Waldbad im Nichtschwimmerbecken bekommen: ein 200 Quadratmeter großes Lehrschwimmbecken für den Ganzjahresbetrieb. Das Nichtschwimmerbecken ist danach noch 1200 Quadratmeter groß.  

Waldbad Taufkirchen

Ganzjahres-Baden im Lehrschwimmbecken

In der Gemeinde Taufkirchen soll der Besuch des Waldbads ganzjährig möglich werden. Der Gemeinderat hat dazu einer weiteren Planung für das geschätzt 1,2 Millionen teure Projekt Lehrschwimmbecken einstimmig das Okay gegeben.

Von Hermann Weingartner

Taufkirchen – Ein klassisches Hallenbad wird es in Taufkirchen auch künftig nicht geben. Dafür aber ein Lehrschwimmbecken, mit dem der Besuch des Waldbads ganzjährig möglich sein wird. „Wir versuchen seit Jahren, die Badezeiten im gemeindlichen Waldbad für die Bürger auszudehnen“, sagte Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) im Gemeinderat.

Dort hat der Leiter des Waldbads (Meister für Bäderbetriebe), Ralf Alscher, die Planung des Ingenieurbüros Klienlein für Lehrschwimmbecken im Waldbad vorgestellt. Es gehe bei dem Vorhaben darum, die Nutzungszeiten des Waldbades ganzjährig auszudehnen, erklärte Alscher. Vor allem deswegen, damit Schulkinder wieder vermehrt das Schwimmen lernen könnten. Mit dem Projekt ganzjähriges Lehrschwimmbecken hätten die Schulen Planungssicherheit für den Schwimmunterricht.

Der Waldbadleiter erläuterte die Maßnahme. Ein Nichtschwimmerbecken, wie im Waldbad mit 1622 Quadratmetern, würde heute nicht mehr so groß gebaut. Sogar an Spitzentagen „mit 3000 Badegästen ist das Becken nicht voll“. Eine Abtrennung sei so „leicht zu vertragen“. Die Planung sieht vor, dass im Westteil des Nichtschwimmerbereichs das neue Lehrschwimmbecken mit acht Metern Breite, 25 Metern Länge und einer maximalen Tiefe von 1,30 Meter komplett neu eingesetzt wird. Die Abtrennung zum Nichtschwimmerteil erfolgt mittels Trennwand mit Überlaufrinne. Die Technik für das Bestandsbecken bleibt und würde durch weniger Wasservolumen sogar noch besser arbeiten. Das Lehrschwimmbecken würde mittels eigener Wasseraufbereitungstechnik versorgt und soll 28 Grad Wassertemperatur haben.

Klar sei, dass ohne einen Wetterschutz kein Winterbetrieb möglich wäre, betonte Alscher. Die Überlegungen, ein behagliches Klima auch bei kaltem oder regnerischem Wetter sicher zu stellen, sei eine „hochwertige Einhausung“. Dies wäre eine Art Wintergarten mit Massiv- und Glasteilen sowie teilweise zu öffnenden Fassaden- und beweglichen Dachelementen. „Nass, kalt und Wind, das geht gar nicht“, sagte Alscher. Deshalb müsse auch der Zuweg zum Lehrbecken vom Betriebsgebäude mit den Umkleiden ebenfalls eingehaust werden. Die Konstruktion würde im Sommer entfernt.

Der Bademeister und sein Team sind „überzeugt“, dass ein ganzjähriges Lehrschwimmbecken wirtschaftlich vertretbar zu betreiben sei. Nutzer seien die Schulen im östlichen Landkreis, Kindergärten, die Bürger aber etwa auch Schwimmschulen suchten „händeringend“ nach solchen Möglichkeiten, da viele kleine Bäder geschlossen hätten.

Die Grobkostenschätzung des Planungsbüros mit solider Beckenausführung und technischer Gebäudeausrüstung sowie Überdachung sieht Ausgaben von rund 1,2 Millionen vor. Zuschüsse aus dem Kommunalinvestitionsprogramm Schulen (KIP-S) und FAG-Mittel könnten den Eigenanteil auf rund 518 000 Euro senken, was aber „nicht gesichert ist“. Beschlossen wurde, das Projekt zu Ende zu planen mit genauen Kosten, Nutzung und Klärung der Zuschüsse.

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