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Mehr als ein Dutzend Feuerwehren waren am Brandort. Die Polizei spricht von einem Sachschaden, der mindestens im sechsstelligen Bereich liegt.  

Riesenschaden nach Brand in Schwaig

Gasflaschen explodieren, 60 000-Euro-Auto brennt aus

Sachschaden in mindestens sechsstelliger Höhe, verzweifelte Menschen, die ihr Hab und Gut retten wollten. Bei einem Brand in Schwaig hatten Feuerwehr und Polizei nicht nur mit dem Feuer zu tun.

Schwaig – Das Lager einer Werkstatt in einem Hallenkomplex an der Sandstraße in Schwaig ist  am Mittwochabend einem Großbrand zum Opfer gefallen. Mehr als ein Dutzend Feuerwehren aus Erding sowie dem westlichen und nördlichen Landkreis war bis tief in die Nacht im Einsatz. Auch die Flughafenfeuerwehr mit großen Tanklöschfahrzeugen wurde angefordert. Dennoch griffen die Flammen auf ein benachbartes Anwesen über.

Ein Anlieger hatte gegen 19 Uhr Flammen in einer verschlossenen Halle entdeckte und den Notruf gewählt. Beim Eintreffen der ersten Wehren wurde das gewaltige Ausmaß des Feuers erkennbar. Die Integrierte Leitstelle Erding löste die höchste Alarmstufe aus und mobilisierte so über 100 Feuerwehrleute, dazu den Rettungsdienst. Der Einsatz war aus mehreren Gründen höchst riskant. Unter anderem explodierten Gasflaschen.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren in der Halle auch ein etwa 60 000 Euro teurer Audi Q 7 sowie eine Kehrmaschine abgestellt.

Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord sagte unserer Zeitung, dass die Löscharbeiten anfangs von mehreren Personen erheblich behindert und gefährdet worden seien. „Offensichtlich handelte es sich um Leute, die in dem Objekt gearbeitet oder Gegenstände dort eingelagert hatten. Immer wieder haben sie mit großem Druck versucht, in das Gebäude zu gelangen, um ihr Hab und Gut zu retten.“ Die Polizei habe zusätzliche Kräfte angefordert, um dies zu verhindern. Auch einige Feuerwehrler versuchten, die Menschen davon abzuhalten, ins Innere zu laufen. „Sie haben sich damit in höchste Lebensgefahr begeben“, so Kammerer. Erschwert wurden die Arbeiten, weil das Löschwasser sofort gefror.

Zur Brandursache konnte Kammerer noch nichts sagen. Hinweise auf Brandstiftung liegen bislang nicht vor. Auch zur Schadenhöhe gibt es noch keine Angaben. „Sicher ist nur, dass er sechsstellig, wenn nicht noch höher ist“, so der Polizeisprecher. Die gute Nachricht: Es soll keine Verletzten gegeben haben. Der Brandort und die Umgebung waren in dichten Qualm gehüllt, weswegen das Gebiet weiträumig abgesperrt wurde.

Der Rauch drohte in Richtung südliche Start- und Landebahn des nahen Flughafens zu ziehen. Die Verkehrsleitung sah sich aber am Abend nicht genötigt, den Flugverkehr einzuschränken oder auf die Nordbahn umzulenken. Nach Beendigung der Löscharbeiten wird die Kripo Erding den Brandort betreten.

 

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