Staub- und Kiesfontänen schleuderten die Fahrer beim Motoross in die Luft. Da war höchste Konzentration angesagt.

Geburtstagsfeier auf der Rennstrecke

Eichenried - Heiße und spannende Rennen lieferten sich knapp 200 Sportler beim 16. Motocross im Eichenrieder Birkenring-Stadion bei fast schon tropischen Temperaturen.

Staubschlucken beim Kampf um jeden Zentimeter auf dem 1000 Meter langen Rundkurs war am Samstag und Sonntag im Eichenrieder Birkenring-Stadion angesagt. Die Motoren dröhnten, in der Luft lag der Benzingeruch der PS-starken Rennmaschinen von knapp 200 Fahrern, die in acht Klassen an der Start gingen und zum 16. Mal um Punkte in der südbayerischen Clubsport-Serien fuhren.

„Motocross hat wieder Konjunktur“, freute sich Gerhard Westermair, der Rennleiter und Vorsitzende des veranstaltenden MSC Eichenried. Vor allem das Feld der Fahrer, die für den MSC starteten, war wieder beachtlich. 19 Aktive nahmen das Rennen bei den Quads und in den Klassen eins bis drei auf, darunter auch einige vom befreundeten MC Taufkirchen.

Das bekam Tanja Schlosser zu spüren. Im vergangenen Jahr holte sie sich den zweiten Platz, heuer reichte es nach zwei Läufen für den für sie enttäuschenden achten Platz. „Die Konkurrenz ist größer geworden. 2010 waren es nur 13 Fahrer, dieses Mal sind es 23“, erklärte ihre Mutter Monika. Dazu kam die Hitze, und zum ersten Mal mussten auch die Kleinen in der Klasse 1 (50 ccm) die gesamte Runde über 1000 Meter bewältigen. „Dafür ist das Ergebnis sehr gut“, lobte die Mutter. Und zum Feiern gab es trotzdem etwas: Gestern wurde Tanja neun Jahre und feierte auf der Rennstrecke.

Allerdings kommen nicht alle Fahrer aus dem Landkreis. Die Quadfahrerin Yvonne Röhrl ist dafür ein Beispiel. Sie kommt aus Laufen bei Nürnberg, fährt bereits das zweite Jahr für Eichenried. „Das hat zwei Gründe. Zum einen gibt es nur wenige Vereine, die Quadfahrer aufnehmen, zum anderen gefällt mir die familiäre Atmosphäre im Club. Hier hilft jeder jeden“, so Röhrl. Sie engagiert sich inzwischen auch in der Jugendarbeit, trainiert die jungen Fahrer und gibt den Mädchen Tipps.

Wie schwer es für sie als Frau ist, gerade in den von Männern dominierten Quads aufs Podium zu kommen, musste sie in Eichenried wieder feststellen. Bei der Schlammschlacht in Manching landete sie auf dem Podium, in Eichenried reichte es nur zum achten Platz. „Im ersten Lauf hatte ich Pech. Da fuhr ich dem Österreicher Timothy Fickenscher beim Überholversuch ins Quad, und meine Vorderbremse ist gebrochen“, so Rörl.

In der Pause bauten sie und ihr Team eine neue Bremse ein. „Die hatte ich von Johannes Rösch bekommen. Er konnte nicht starten wegen eines Kolbenfressers im Training“, so Röhrl. Und im zweiten Lauf rächte sie sich und ließ Fickenscher hinter sich.

Der erfolgreichste heimische Fahrer war Wolfgang Brandmaier vom MC Taufkirchen. In beiden Läufen landete er in der Klasse 2 auf dem zweiten Platz. „Es wäre mehr drin gewesen. Ich konnte ein paar Wochen nicht trainieren wegen eines Kapselrrisses“, so Brandmaier.

Der beste MSC-Starter in der Klasse 3 war Christian Müller auf dem elften Platz. Er kommt aus St. Wolfgang. „Mein Start ist noch nicht optimal. Im ersten Lauf ging ich als 26. in die erste Kurve und musste mich durch das Feld nach vorne arbeiten. Das geht besser“, so Müller.

(Siggi Niedergesäß)

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