Festansprache: Landrat Martin Bayerstorfer (l.) betonte, dass mit der Erweiterung der Funktionsräume Patienten noch besser und schneller versorgt werden können. Foto: Weingartner

„Gegen jeden gesundheitspolitischen Trend“

Dorfen - Reges Besucherinteresse hat der Tag der offenen Tür des Medizinischen Versorgungszentrums Dorfen (MVZ) und der Klinik Dorfen gefunden. Dabei stellte sich das MVZ vor, die neuen Funktionsräume wurden von Pfarrer Johann Eschbaumer und Pfarrerin Karin Jordak gesegnet.

Vor 30 Jahren sei die Frage nicht gewesen, „ob, sondern wann das Krankenhaus geschlossen wird“, erinnerte der Leiter des MVZ, Dr. Emil Rudolf. Heute laufe die Entwicklung der Klinik sehr positiv, „gegen jeden gesundheitspolitischen Trend“. Der wichtigste Grund sei, „der politische Wille“ das Krankenhaus Dorfen zu erhalten. Grund sei „aber auch die Existenz des MVZ“. Durch einen langfristigen Mietvertrag sei „der überwiegende Teil der Investitionen“ für den Umbau der alten OP-Räume der Klinik in neue Funktionsräume gestemmt worden.

Ziel des MVZ sei es, „langfristig Facharztmedizin, hoch spezialisierte Medizin, neben Allgemeinmedizin in unserer Gegend zu halten“. „Einmalig“ sei die enge Zusammenarbeit mit der Klinik Dorfen in gemeinsamen Räumen, mit gemeinsamer Nutzung aller Ressourcen. Im Rückblick sei das MVZ „in vielen Fällen Vorreiter fachmedizinischer ambulanter Versorgung im Landkreis“.

Rund 1,1 Millionen Euro seien in den Umbau des OP-Trakts geflossen, sagte Landrat Martin Bayerstorfer. Der neue Bereich sei an das MVZ vermietet worden. Die MVZ-Doktores „nützen diese Räumlichkeiten dazu, die Funktionsbereiche der Endoskopie, Kardiologie, Angiologie und Diabetologie zu erweitern“. Damit könnten im östlichen Landkreis und darüber hinaus „Patienten besser und schneller versorgt werden“. Für die Region sei es „eine Steigerung der Versorgungsqualität“. Umbau und Kooperation mit dem MVZ bedeuteten „auch die Sicherung des Klinikstandorts Dorfen“.

Im ambulanten wie stationären Bereich sei der Bevölkerung „wichtig möglichst viel medizinisches Angebot erfahren zu können“. Dabei sollte Versorgungsangebot und -qualität in den Fordergrund gestellt werden. Richtig sei gewesen, Partner für die Klinik zu suchen. Es werde „nichts vermischt und deutlich getrennt“. So sei es möglich, „dass man unter einem Dach ambulante und stationäre Versorgung unterbringen kann“, so Bayerstorfer. (prä)

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