Noch ist hier Idylle. Die Autobahn wird das bislang grüne Kopfsburg jedoch radikalverä ndern. Foto: Renner

Gemeinde fordert von A94-Planern besseren Lärmschutz

Lengdorf - Mehr Lärmschutzmaßnahmen entlang der A 94 fordert der Lengdorfer Gemeinderat in seiner Stellungnahme zur 3. Tektur zur Planfeststellung für den Bauabschnitt Pastetten – Dorfen.

In der Sitzung am Donnerstagabend beschlossen die Räte dem von Rechtsanwalt Andreas Lehners verfassten Schreiben mehrere Punkte hinzuzufügen. Insbesondere der Ortsteil Kopfsburg müsse wesentlich besser geschützt werden.

Angela Greimel (FW) betonte, dass bisher für niemand in Kopfsburg Lärmschutzfenster vorgesehen seien. Die Anwesen seien aber nur zwischen 40 und 170 Meter von der Aufschüttung für die Autobahn entfernt. „Das ist wirklich keine Entfernung“ mahnte sie.

Neben dem passiven Lärmschutz für Kopfsburg, fordert die Gemeinde höhere Lärmschutzwälle auf der gesamten Strecke der A 94 im Isental. Der Abraum, der für den Autobahnbau vorgenommen werden muss, solle für diese Schutzmaßnahmen eingesetzt werden. Außerdem verlangen die Räte Hilfen, um den Gewässerschutz im Gemeindegebiet zu gewährleisten und Schäden an Häusern durch Grundwasserabsenkung und die höhere Verkehrsbelastung zu beheben.

Ulrich Holnburger (FW) warnte: „Die Angebote für Freizeitsportler wie die Loipe und der Sommerbiathlon gibt es dann so nicht mehr.“ Zudem verwies auf das gemeindliche Wegesystem, das durch die A 94 zerschnitten werde.

„So wie da von der Regierung argumentiert wird, das ist nicht recht“, sagte Josef Irl (CSU). Er befürchtet, dass die die Gemeinde nicht Ernst genommen werde. „Das Schutzgut Mensch“ dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

Das Schreiben der Gemeinde geht mit den Änderungen am Montag an die Regierung von Oberbayern. (fx)

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