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Bislang haben die Kochtopf-Fahrer die Essen in ihren Privatfahrzeugen ausgeliefert. Nun will die Gemeinde ein Auto für die Nachbarschaftshilfe anschaffen.

Gemeinderat Forstern 

Nachbarschaftshilfe bekommt eigenes Auto

Die Gemeinde Forstern will ein Fahrzeug anschaffen. Es soll in erster Linie der Nachbarschaftshilfe zur Verfügung stehen, um damit die Essen für den Forsterner Kochtopf auszufahren.

Forstern Ein eigenes Fahrzeug, um damit die Essen für den Forsterner Kochtopf auszuliefern: Das ist seit langem der Wunsch der Nachbarschaftshilfe Forstern-Tading. Heuer soll er in Erfüllung gehen: Die Gemeinde will ein Fahrzeug kaufen, das auch für Seniorenfahrten genutzt werden kann .

In der Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Georg Els (AWG) das Projekt vor. Die Essensfahrten des Kochtopfs hätten derartige Dimensionen erreicht, so dass die Lieferungen mit Privatfahrzeugen grenzwertig seien. Zudem könne ein eigenes Fahrzeug auch dem kürzlich gegründeten Seniorenbeirat überlassen werden, wenn es darum gehe, die Mobilität älterer Mitbürger und von Menschen mit Behinderung zu erhalten.

Vorstellbar sei ein Transporter, in dem per Einbau die Essensbehälter sicher untergebracht seien und dennoch genügend Platz für die Personenbeförderung bleibe. Gemeinderätin Helga Wilms (AWG), zugleich Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe, bestätigte, dass allein für die Essensfahrten im vorigen Jahr 9710 Kilometer im Privatwagen von den beiden Fahrern zurückgelegt worden seien. „Das spricht für sich“, kommentierte Wilms und begrüßte das Vorhaben der Gemeinde.

Zur Diskussion stand ein Neun-Sitzer-Bus für rund 35 000 Euro. Diese Kosten schienen einigen Räten zu hoch. Auch die Größe des Fahrzeugs war Thema: Es wurde hinterfragt, ob ein derart großer Bus praktikabel für die Essensfahrten sei. Skeptisch dazu hätte sich auch einer der Fahrer selbst geäußert. Auf Nachfrage von Peter Feckl (AWG) erklärte Els, dass das Fahrzeug im neuen Bauhof einen Platz bekommen soll. Bis dahin gelte es, eine Übergangslösung zu finden.

Diskutiert wurde auch die Möglichkeit, den Wagen als ein mit Werbung versehenes Sponsoringfahrzeug zu erwerben. So würden für die Gemeinde nur die Umsatzsteuer und Sonderkosten für den Umbau anfallen. Laut Els müsse die Kommune den Wagen fünf Jahre lang nutzen. Danach könne sie ihn entweder verkaufen oder weiterfahren.

Den Bus mit Werbung zuzupflastern, wurde kritisch gesehen. Als Alternative kam aus dem Gremium der Vorschlag, über das Amtsblatt nach Firmen und Privatunterstützern zu suchen, ähnlich wie es die Feuerwehr mit ihrem Fahrzeug bewerkstelligt habe, anstatt das Projekt über eine Firma laufen zu lassen.

Vizebürgermeister Sebastian Klinger (CSU) wollte gewährleistet wissen, dass im Fahrzeug auch ein Rollstuhl Platz habe. Annett Taubert (CSU) hakte nach, wer die laufenden Kosten übernehme. Diese trage die Gemeinde, erwiderte Els. Rosa Lehrer (AWG) war es wichtig, dass der Kleinbus vor allem der Nachbarschaftshilfe zur Verfügung stehe. Els versprach hierzu salopp, keinen „Autoverleih“ in Gang zu setzen. Lediglich der Seniorenbeirat solle eingebunden werden.

Der Gemeindechef fasste das Meinungsbild zusammen. Einig sei man sich, dass ein Sozialfahrzeug angeschafft werden soll. Man will jetzt noch weitere Angebote für Fahrzeuge ohne Werbung einholen und die Finanzierung eventuell über einen Spendenaufruf ankurbeln, den Verwaltung und Nachbarschaftshilfe gemeinsam organisieren würden. Der Beschluss für das Sozialfahrzeug fiel einstimmig.

Vroni Vogel

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