Sosa Balderanou-Menexes

Im Gemeinderat: Taufkirchens Minister legen Rechenschaft ab

Taufkirchen - Mit 300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit hat SPD-Gemeinderätin Sosa Balderanou-Menexes 2015 ein außerordentliches Engagement gezeigt. Sie und alle anderen Referenten des Taufkirchen Gemeinderates berichteten über ihre Aktivitäten.

Sozialreferentin Balderanou-Menexes absolvierte viele Terminen, Fachtagungen, stellte sich persönlich allen Kindergartenleiterinnen vor und setzte sich für Flüchtlinge ein. „Ohne den großen Helferkreis wäre das Ganze nicht mehr händelbar“, betonte sie und dankte der mittlerweile auf rund 50 Personen vergrößerten Helfergruppe. Die Griechin bemüht sich seit Monaten auch, notwendige Güter wie Fahrräder, Matratzen oder Teppiche für die Flüchtlinge zu organisieren.

Zwei Asylbewerber wurden im Waldbad beschäftigt, berichtete Waldbad-Referent Alois Maier. Sie seien sehr gelobt worden. Trotz Rekordeinnahmen von 192 000 Euro wurde 2015 ein Defizit von 265 000 Euro eingefahren. Das EOS-Festival verzeichnete 4000 Besucher. Allerdings werde es dieses Jahr nicht mehr auf dem Waldbadgelände stattfinden. Der Rasen vor den Bühnen, den Essens- und Getränkeständen, sei total kaputt getreten worden und überall im Rasen seien zerdrückte Plastikbecher gelegen. Das nächste EOS-Festival soll deshalb auf dem Parkplatz neben dem Freibad durchgeführt werden. Maiers Stellvertreterin Nicole Schmittner kündigte an, dass die Waldbad-Mitarbeiter eine einheitliche Kleidung erhalten sollen, damit sie leichter zu erkennen seien.

Recht viele Neuerungen und Umwälzungen gebe es am Taufkirchener Friedhof nicht, berichtete Referent Christian Aigner. Die Maulwurfplage sei nur vorübergehend in Griff gebracht worden. Seit Anfang Dezember seien die Maulwürfe wieder aktiv. Jetzt habe man das Landratsamt eingeschaltet, sagte Aigner. Für das gewünschte anonyme Gräberfeld würden Planungsvorschläge eingeholt, allerdings würden die Kosten das Budget übersteigen.

Die Arbeit im Kulturarbeitskreis „stockt ein bisschen“, erklärte Referent Christoph Puschmann. Denn die Kultur sei sehr eng mit dem Wasserschloss verbunden und das sei „nicht ganz so einfach momentan“. Gleiches gelte für das Heimatmuseum. „Wir müssen schauen, dass wir dort wieder zu Rande kommen“, meinte Puschmann.

Schwer in die Gänge komme der Brandschutz im Jugendzentrum, gab Referent Thomas Unterreitmeier zu bedenken. Aber die Arbeit des neuen Vorstandes schaue ganz gut aus. „Sie kommen ins Plus und fangen zum Renovieren an.“ Zudem möchte das Gremium bekannter werden, ein neues Logo erstellen sowie sich in Schulen vorstellen.

Störungsfrei sei der Betrieb der Gemeindewerke verlaufen, berichtete Anton Rosenberger. Das Unternehmen werde gut angenommen, allerdings sei der Fernwärmeverkauf witterungsbedingt eher gesunken. 5900 Mega-Watt wurden verkauft, das Wärmenetz umfasse mittlerweile 6,9 Kilometer, angeschlossen seien 95 Haushalte. Ziel sei es Grundversorgerstatus zu erlangen. „Wir brauchen noch 700 Kunden und müssen Werbung machen.“ Die Gasversorgung sei erst möglich, wenn die Anmeldung abgeschlossen sei. Bezogen werde es von Erdgas Erding.

An 18 Verkehrsschauen beteiligte sich Straßenreferent Josef Stumer. Hauptproblem sei der starke Verkehr im Ortszentrum, größter Aufreger war demnach das Tempolimit bei Solching. 60 000 Euro im Jahr werde durch die landwirtschaftliche Verwertung des Klärschlammes gespart, berichtete Peter Attenhauser. „Die Leckerkennung steht 2016 an.“ Auch die anderen Referenten beteiligten und besuchten Veranstaltungen in ihren jeweiligen Ressorts, über die sie kurz berichteten.

Birgit Lang

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