Gemeinsames Engagement für eine bessere Welt

Taufkirchen - Der Oase Lebenskreis und Mano Amiga - Arbeitskreis Eine Welt, haben gemeinsam ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Im bis auf den letzten Platz vollen Taufkirchener Bürgersaal herrschte ein wenig Bollywood-Glanz.

Es war wunderschön, waren sich die Gäste einig. Mit einem orientalischen Tanzmärchen, teils orientalischen, aber immer fair und biologisch-regionalen Speisen, ließen sie sich für gut drei Stunden in eine ferne, heile Welt entführen.

Eingangs begrüßte Kulturreferent Christoph Puschmann die Anwesenden und würdigte die beiden Einrichtungen für ihr regionales und ehrenamtliches Engagement. Soziale Missstände reduzieren, kulturelle Feste wie den Sommernachtstanz oder das Naturfest am Weidenhain auf stets hohem Niveau organisieren, aber auch die Generationen vernetzen, habe sich der Oase-Lebenskreis als Vereinscredo gesetzt. Die Gemeinde sei froh und dankbar mit dem von ihm ins Leben gerufenen Naturkindergarten das Angebot erweitern zu können, betonte Puschmann, auch wenn es anfangs oft nicht so einfach gewesen wäre, sich gegen die Institutionen durchzusetzen. Für dieses großartige Bürgerengagement sei der Oase Lebenskreis 2004 vom Bayerischen Landtag mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden.

„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“, das gelte auch für die 15 Mitarbeiter von Mano Amiga, die fair gehandelte Produkte in der Bücherei, beim Fastenessen und diversen Adentsmärkten vertrieben. Ihr Anliegen sei es, den Bauern in den armen Ländern auch den monetären Anteil zukommen zu lassen, den sie durch den Verkauf ihrer Produkte verdienen sollten, abgekoppelt von den Großkonzernen, also fairen Handel zu unterstützen, so Puschmann.

Oase-Gründerin und Vorsitzende Marile Götz erinnerte an den Anfang. Ein „bisserl komisch müssen wir schon auf die Gemeinde gewirkt haben. Aber sie ist immer hinter uns gestanden“, und habe den Verein immer unterstützt, was bei anderen Landkreiskommunen, die etwa auch Naturkindergärten eröffnen wollten, oft nicht der Fall sei.

Dann übernahm Götz ihre eigentliche Aufgabe des Abends: Märchenerzählerin. Sie berichtete von„Der seltsame Prinz der Oase“. 32 Tänzerinnen untermalten ín loser Folge seine Suche nach dem Hirtenmädchen, in das er sich verliebt hatte, mit anmutigen, schwungvollen, koketten Tänzen in knallbunten, glitzernden, wallenden Kostümen, die die Fantasie ebenfalls anregten. Mit von der Partie waren die Gruppen Shirins und Shamirasha, die von einem ägyptischen Choreographen trainiert werden, Katja Yilmaz’ Schülerinnen Nugoum el Leyl, die Wüstenkinder, die von Plass choreografiert wurden, Zigeunertänzerin Marion, die zwei ausgereiften Bollywood-Tänerzinnen Sandala und Nanini sowie die Tribal-Gruppe Aradia. Herbert Oberhofer sorgte für mystische Trommelklänge. Den Prinz spielte Petra Plass, das Hirtenmädchen Katja Yilmaz, den König Peter Kühnel, die Königin Monika Regineri und den Dichter Layla Heydemann. (mel)

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