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Dreh im MVZ Dorfen: Filmautorin Astrid Güldner (l.) mit Kameramann Lars Opitz und Tontechniker Abdel Zinell im Gespräch mit dem Gastroenterologen Dr. Christian Zillinger kurz vor einer Magenspiegelung.

Gesundheitswesen: Das MVZ Dorfen als Beispiel für die Zukunft

Dorfen - Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Dorfen wird als Beispiel für die Zukunft der ärztlichen Versorgung auf dem Land gesehen. Der Fernsehsender 3sat bringt darüber eine Reportage.

Der gute alte Hausarzt, der ein ganzes Mediziner-Leben lang auf dem Land Familien betreut und versorgt, ist längst Klischee. Die Gesundheitsreform mit ihren massiven Einschnitten macht es Ärzten immer schwerer, in eigener Praxis praktizieren und überleben zu können. Immer mehr geben auf. Und auch in den Kliniken hat seit Jahren eine gnadenlose Selektion stattgefunden. Das idyllische Krankenhaus auf dem Land ist meist schon Geschichte. Wohin führt der Weg in unserem Gesundheitswesen?

Eine Antwort darauf will die Reportage „50 Kilometer bis zum nächsten Arzt“ geben, die am Samstag, 15. Januar, um 17 Uhr auf 3sat ausgestrahlt wird. Filmautorin Astrid Güldner, Kameramann Lars Opitz und Tontechniker Abdel Zinell haben für drei Tage im Medizinischen Versorgungszentrum Dorfen (MVZ) gedreht und mit den dort praktizierenden Ärzten gesprochen. Das MVZ Dorfen wird als Ärztehaus angesehen, „das auch politisch als zukunftsträchtig gilt“, so Güldner. Es liegt auf dem Land, aus dem immer mehr Ärzte abwandern oder sich gar nicht mehr niederlassen. Und es wird von Ärzten geführt, denen es nicht, wie großen Konzernen, nur um Gewinnmaximierung geht. Zudem sind am MVZ mehrere Hausärzte tätig, die auch Hausbesuche machen. Als mustergültig gilt es zudem, dass das MVZ mit der Klinik Dorfen kooperiert. Das sichert dem Krankenhaus auch die Existenz.

Am Beispiel von Patienten wird aufgezeigt, wie die Verzahnung der verschiedenen medizinischen Bereiche im MVZ funktioniert. „Die Familie kann praktisch mit einem Termin mehrere ärztliche Untersuchungen erledigen: vom Hausarzt über den Kardiologen bis hin zum Gastroentereologen“, so Güldner. Der Film will darstellen, wie die Ärzte zusammenarbeiten und welche Vorteile ein MVZ für Patienten und Ärzte hat. Im Gegensatz zu einem Hausarzt, der mit immer mehr Verwaltungsaufwand zu kämpfen habe und der sich neue, teure medizinische Geräte oft nicht mehr leisten könne, könne man im Medizinischen Versorgungszentrum investieren, weil die Geräte entsprechend ausgelastet seien. Die Zentralisierung von Ärzten im MVZ ist, im Gegensatz zu der von Kliniken, wohnortnah geschehen.

Die Reportage wird Auftakt einer vivo-Reihe zum Thema „Zukunft Gesundheit“ sein, die an den folgenden vier Samstagen ausgestrahlt wird.

Anton Renner

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