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Der teilerneuerte Vorstand des Gewerbevereins (v. l.): Josef Nunberger, Josef Maier, Christine Hertl, Petra Hoehl, Gerhard Halamoda, Dirk Urland und Günter Pech. Nicht auf dem Bild ist der entschuldigte Jörg Oehrig.

Gewerbeverein Erding

Mehr Platz für die Leistungsschau

Der Vorstand des Gewerbevereins Erding ist wieder komplett. Auf den verstorbenen Anton Michl folgt Gerhard Halamoda. Dirk Urland bleibt an der Spitze. OB Gotz übte Kritik an Naturschützern.

Erding - Bei der Vorstandswahl in der Hauptversammlung am Donnerstag beim Erdinger Weißbräu gab es ansonsten keine Veränderungen. Josef Maier bleibt Kassierer. Schriftführerin ist Petra Hoehl, die auch die Pressearbeit macht. Beisitzer sind Günter Pech, Jörg Oehrig, Josef Nunberger und Christine Hertl. Ralf Henschel und Jörg Peczkowski prüfen die Kasse.

Der Verein habe jetzt „feste erfolgreiche Strukturen“, sagte OB Max Gotz in seinem Grußwort. „Ich bin sicher, dass der Gewerbeverein seine Rolle in der Stadt ausbauen wird.“ Seine Bitte an die Mitglieder: Mitreden. „Wir überlassen viel zu sehr den Marktschreiern das Feld“, so der Oberbürgermeister.

Es dürfe nämlich nicht sein, dass Gewerbeflächen „unter einem Stigma diskutiert werden.“ Gotz weiter: „Überlassen wir nicht dem Bund Naturschutz und den Grünen das Feld, wenn es um Flächenversiegelung geht.“ Die Stadt habe pro Einwohner die geringste Flächenversiegelung. Es gebe keinen, der leichtfertig Flächen versiegelt, so der OB.

Er wolle den 11 000 Pendlern eine Möglichkeit geben, wohnortnah zu arbeiten. Erding sei mehr als eine Schlafstadt. „Was den Wohlstand einer Stadt bedeutet, ist eine gesunde Gewerbeinfrastruktur.“ Weit über 30 Millionen Gewerbesteuer sei eine „wuchtige Hausnummer.“ Gotz weiter: „Sie werden sich wundern, was ich an Gewerbethemen auftische, weil es mir ein Anliegen ist.“ Wohnen, Arbeiten, Freizeit sei der Dreiklang, den es zu wahren gelte.

Vorsitzende Urland erinnerte an die zweiten Gewerbetage am 1. und 2. Juni kommenden Jahres. „Aber wir haben noch mehr vor.“ Die ersten Einladungen würden nach den Sommerferien verschickt. Die ersten Gewerbetage voriges Jahr hätten „viele Perlen (Angst-)Schweiß“ bewirkt, seien aber ein Highlight gewesen, so Urland. Dabei lieferte er eine Manöverkritik mit Verbesserungsvorschlägen ab.

So soll das Areal bis zum schönen Turm ausgeweitet und das Teilnehmerfeld auf 50 vergrößert werden. Beim Rahmenprogramm werde man zulegen und auch ein politisches Thema bringen. Aber: „Der Gewerbeverein besteht nicht nur aus den Gewerbetagen“, so der Vorsitzende, der mehr Vereinsleben ankündigte. Damit meinte er unter anderem Vortragsveranstaltungen, etwa zu Führungstraining.

„Wir haben sehr stabile Mitglieder Mitgliederzahlen“, so der Vorsitzende, der bei zehn Neuaufnahmen nur wenige Kündigungen zu verzeichnen gehabt habe und jetzt bei 80 Mitgliedern stehe. Der Gewerbeverein sei, sagte er, räumlich breiter aufgestellt als Ardeo. Aber beide hätten an sich die gleichen Ziele, so dass es ein „kooperatives Miteinander“ geben werde, etwa durch Öffnung der Veranstaltungen für die Mitglieder von Ardeo.

Ebenfalls 2019 sei die nächste Unternehmerkonferenz, und zwar, wie Günter Pech mitteilte, im Juni möglicherweise im Zusammenhang mit einem verkaufsoffenen Sonntag.

Den Überschuss von 2000 Euro aus den Gewerbetagen werde der Verein dem „Haus der Begegnung“ am Rätschenbach zur Verfügung stellen, kündigte Urland an.

Klaus Kuhn

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