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MTU gibt Standortgarantie für Erding

Erding - Trotz der massiven Einschnitte am Fliegerhorst bekennt sich der Triebwerkshersteller MTU zum Standort Erding. Er will hier bleiben. Und: Zusätzliche Aufgaben schließt der Konzern nicht aus.

2002 hat die MTU Aero Engines in ihrer militärischen Sparte das kooperative Modell eingeführt. Konzernmitarbeiter und Angehörige der Bundeswehr arbeiten Hand in Hand. So kam auch die Zusammenarbeit mit dem Fliegerhorst Erding zustande, der Tornado-Betriebsstätte Nummer 1 der Luftwaffe. Zunächst fuhren zivile Mitarbeiter und Soldaten des Standorts nach München, um dort Triebwerke instandzusetzen.

2006 kam die MTU nach Erding und mietete die Halle 456 an, in der zuvor die Instandhaltungsgruppe 15 unter dem Dach des Luftwaffeninstandhaltungsregiments 1 untergebracht war. Die Halle wurde mit modernster Technologie ausgestattet, um hier fortan Triebwerke zu warten und reparieren. 65 Mitarbeiter sind derzeit für die MTU in Erding tätig, dazu 35 Bundeswehrler.

Die bangen um ihre Zukunft, seit Verteidigungsminister Thomas de Maizière am Mittwoch voriger Woche die faktische Auflösung des Standorts angekündigt hatte. Doch es gibt berechtigte Hoffnungen, dass Teile des Fliegerhorsts auch mittel- bis langfristig genutzt werden - der Wirtschaft sei dank.

Martina Vollmuth, Pressesprecherin bei MTU, versichert im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir bleiben in Erding, wir halten an dem Standort fest.“ Dabei werde auch nicht an eine Reduzierung der Kräfte gedacht. „Natürlich machen uns auch wir Gedanken, wie es nach der Reform weitergeht“, sagt Vollmuth weiter.

"Das Konzept unserer dezentralen Betriebsteile soll bestehen bleiben.“ Denn diese Form der Zusammenarbeit habe sich für den Triebwerkshersteller aufgrund der Praxisnähe bewährt.

Zu Gerüchten, MTU erwäge einen Ausbau seiner zivil-militärischen Kooperationen, erklärt sie: „Dazu haben wir eine eigene Arbeitsgruppe eingesetzt.“ Derzeit sei zwar nicht vorgesehen, Erding auszubauen. „Aber wir schließen zum heutigen Zeitpunkt die Verlagerung neuer beziehungsweise anderer Aufgaben hierher nicht aus.“

Nicht einmal der Abzug der Tornado-Staffel werde die Verbindung Erding - MTU kappen. „Wir sind nicht auf die Startbahn im Fliegerhorst angewiesen, denn unsere Triebwerke werden schon heute mit dem Lastwagen zur Instandhaltung gebracht.“

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