Gotz: Ringschluss muss heuer aufs Gleis gesetzt werden

Erding - Bürgermeister Max Gotz sieht in 2012 das Schlüsseljahr, um S-Bahn-Ringschluss und Walpertskirchener Spange aufs Gleis zu setzen.

Bis zum Sommer soll „alles in trockenen Tüchern sein“. Beim Stammtisch der CSU-Stadtratsfraktion am Sonntag in Eichenkofen verknüpfte Bürgermeister Max Gotz das Schicksal Erdings als lebenswerte Stadt mit dem grünen Signal für die Schienenverlängerung zum Flughafen. „Seien wir ehrlich, Ringschluss und Spange sind die einzige Antwort auf den seit Jahren anschwellenden und auch in den kommenden Jahren weiter steigenden Verkehr“, so Gotz.

Denn der Zuzug werde weiter anhalten - „ob wir das wollen oder nicht“ (siehe Kasten). Derzeit liege der Ball im Feld der Kommune, der Stadtrat müsse sich jetzt auf eine Trasse durch die Kreisstadt festlegen. „Bis zur Sommerpause muss es soweit sein. Wenn wir es nicht schaffen, dann gnade uns Gott“, so der Rathauschef. Dann habe man sich das Scheitern nicht nur selbst zuzuschreiben, „dann müssen wir auch den Verkehrskollaps für viele Jahre hinnehmen“.

Er stellte sich hinter den Vorstoß der SPD, nach Bekanntwerden, dass der Fliegerhorst frei wird, noch einmal über alternative Gleisführungen nachzudenken. Er machte aber auch klar: „Ich präferiere weiterhin die Nordeinschleifung mit dem Kreuzungsbahnhof nebst P & R-Anlage im Westen der Kaserne.“ Dieser sei innenstadtnah, was zwingend notwendig sei. Er sprach sich auf für den Stopp in Altenerding aus - wegen der Thermengäste.

Weiter bekräftigte Gotz die Notwendigkeit der Nordumfahrung und der Südostverlagerung der B 388. Auch hier sehe er gute Chancen auf Realisierung in realistischer Zeit, nachdem die Staatsregierung den Bau der dritten Startbahn erst zulassen will, wenn die Bodeninfrastruktur passt. „Und wenn die Nordumfahrung an Widerständen in Erding scheitert, dann will ich mir zumindest nicht vorwerfen lassen, es nicht versucht zu haben.“ Mit den Planunterlagen und letzten Prüfergebnissen rechnet Gotz im März. Danach werde er umgehend den Dialog mit den betroffenen Bürgern suchen.

Am Stammtisch flammte die Diskussion über die ED 99 nur kurz auf. Sepp Kaiser erinnerte an die gute finanzielle Ausstattung der Stadt. „Es muss daher nicht die günstigste Lösung sein, wir wollen die beste für Langengeisling.“ Altham und Eichenkofen dürften nicht durchschnitten werden. Ortssprecher Lenz Hellinger erwiderte: „Dieses Argument werden sie aus Eichenkofen nicht hören, denn wir bekommen die Straße dann im Norden ab, wo jetzt schon der Fluglärm heftig ist.“

Sepp Hupfer erinnerte an den starken Kieslaster-Verkehr. „Den nimmt uns auch die Nordumfahrung nicht.“ Wichtig sei, dass die Nordanbindung als Parallele zur Alten Römerstraße schnellstmöglich realisiert werde. Die SPD-Vorschläge lehnte Hupfer aufgrund der „Betroffenheit Langengeislings“ rundweg ab.

(Hans Moritz)

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