Gemeinderat Pastetten

Die Stimmung ist pro Gospelchor

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Pastetten - Musik machen ist teuer. Das muss auch der örtliche Gospelchor erfahren. Sein Zuschussantrag wurde aber zurückgestellt.

Pastetten – Der Gospelchor Saint Martins’ Voices Pastetten feiert heuer runden Geburtstag. Am 19. Juni findet anlässlich des 20-jährigen Bestehens ein Jubiläumskonzert statt. Um die Arbeit der Sänger zu unterstützen, hat Chorleiter Konrad Huber nun bei der Gemeinde Pastetten einen Antrag auf Bezuschussung gestellt. Die Anschaffung von Noten, Instrumenten und Chorkleidung, der Mitgliedsbeitrag im Bayerischen Sängerbund sowie die Honorare für Musiker und Chorleiter seien Kosten, die man durch die Mitgliedsbeiträge der Sänger und durch die Spenden bei Konzerten nicht decken könne, heißt es in dem Antrag. Der Singkreis Forstern, dem der Gospelchor angehört, habe mehr als 250 Mitglieder, berichtete Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger (CSU). Etwa ein Viertel davon komme aus dem Gemeindegebiet. Während die Gemeinde Forstern den Verein jährlich mit einem Zuschuss bedenkt, gab es von Pastetten zuletzt 2013 eine Förderung von 400 Euro. Gerhard Nußrainer (FWE) plädierte dafür, dem Gospelchor wieder finanziell unter die Arme zu greifen. Immerhin singe er seit Jahren kostenlos bei den Gottesdiensten und bei Veranstaltungen wie der jährlichen Einstimmung in den Advent. Franz Stanner (WRH) erklärte, er habe kein Problem damit, das 20-jährige Jubiläum zu unterstützen. „Ich finde aber nicht, dass wir als Gemeinde den laufenden Betrieb von Vereinen unterstützen sollten“, stellte Stanner klar. Günter Plieninger (BIG) wurde konkret und schlug vor, zum Jubiläum 1000 Euro zu gewähren. Auch Stanner fand, dass man besondere Ereignisse wie das Jubiläum fördern solle. „Dafür brauchen wir aber eine konkrete Vorstellung davon, welche Summe benötigt wird“, sagte er und sprach sich zudem für eine Jugendförderung aus, wie sie auch die anderen Vereine in der Gemeinde bekommen. Alois Zollner (CSU) sprang ihm zur Seite. „Eine Förderung pro Kind ist gut, und man könnte diese auch regelmäßig gewähren“, sagte er. „Konrad Huber bietet eine gigantische Bandbreite an musikalischer Erziehung“, sagte Hans Kerschbaum (FWE). „Und Bildung kostet eben.“ Auch Andreas Winner (FWE) merkte an, dass „uns die kulturelle Bereicherung was wert sein sollte“. Er schlug vor, sich die finanzielle Situation des Vereins umreißen zu lassen, um dann entscheiden zu können. Diesem Vorschlag schloss sich Vogelfänger an, zumal in dem Antrag keine konkrete Summe genannt wurde. Zudem sei es nicht ersichtlich, ob die Arbeit des kompletten Singkreises oder nur die des Gospelchors unterstützt werden soll.

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