Grünlandmanagement

Gras gut für Umwelt und Kühe

St. Wolfgang - Für Landwirte liegt das auf der Wiese. Das behauptet jedenfalls der Grünlandexperte Anton Huber und rät zu einem Grünlandmanagement.

Gründlandexperte Anton Huber von der Firma Limagrain macht vor allem die Grundfutterleistung für den Betriebserfolg eines Landwirts verantwortlich. Der Diplom Agraringenieur erklärte bei einer von der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen zusammen mit der Raiffeisen-Waren GmbH organisierten Fachversammlung den 90 anwesenden Landwirten wie wichtig ein gutes Grünlandmanagement sei. Nur bei entsprechender Gräserzusammensetzung würden die Tiere optimal versorgt. Bei intensiver Nutzung hätten sich Deutsche Weidelgräser und Weißklee am besten bewährt.

Der Gründlandberater wies darauf hin, dass durch konsequente Nachsaat bei einer verletzten Grasnabe die Ausbreitung von gemeiner Rispe und Ampfer verhindert werden könne. Huber sagte „die Steigerung der Grundfutterqualität ist gut für die Umwelt, schont die Kühe und spart Kraftfutterkosten“. Zusätzlich erläuterte er den Bauern, dass sich in letzter Zeit auch Grünlandschäden durch Mäusepopulationen häuften. Durch Greifvogelsitzstangen könnten hier ganz einfach die natürlichen Feinde gefördert werden und so Wühl- und Feldmäuse in Schach gehalten werden.

RWG-Lagerhausleiter Christian Pfeilstetter berichtete von einem erfreulichen Geschäftsjahr 2015, das durch die starke Verbundenheit der örtlichen Landwirtschaft zu ihren Lagerhäusern bedingt sei. Raiffeisen-Vorstand Josef Stöckl erläuterte den Bauern die neue Hofabgabeklausel, wonach nun bei Übergaben bis zu acht Hektar Flächenrückbehalt möglich seien und auch eine Weiterführung des Betriebs durch die Ehefrau sich nicht mehr rentenschädlich auswirke. Allerdings müsse zusätzlich die steuerliche Seite geprüft werden, damit es sich noch um einen Betriebsübergang im Ganzen handle und nicht die stillen Reserven aufgedeckt und versteuert werden müssten. Bei Weiterführung des Betriebs über das Regelrentenalter hinaus erhalten Landwirte laut Stöckl künftig einen Rentenzuschlag von einem halben Prozent pro Monat.  ar

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