Interessierte Zuhörer: Zahlreiche Hofkirchener verfolgten die Gemeinderatssitzung. FotO: Lang

Applaus für Gemeinderat

Grünes Licht für Bürgerhaus Hofkirchen

Taufkirchen - Der Gemeinderat Taufkirchen hat den Weg frei gemacht für ein Bürgerhaus in Hofkirchen.

Wenn im großen Sitzungssaal des Taufkirchener Rathauses fast kein Platz im Zuhörerraum ist, dann sitzen dort meistens verärgerte oder besorgte Bürger. In der Gemeinderatsitzung am Dienstagabend gab es aber Applaus. Applaus von den anwesenden Anwohnern des Oberen Vilstals. Sie freuten sich, weil das Gremium die weiteren Schritte für den Neu- und Umbau der Alten Schule zum Bürgerhaus ohne einen Anflug von Kritik beschloss.

Der Schützenverein Hubertus Hofkirchen hat als Bauherr einen Antrag auf Übergabe des Grundstückes auf Erbbaurecht und einen Zuschuss beantragt. Beides bewilligte der Gemeinderat. „Wir haben Großes vor“, meinte Bürgermeister Franz Hofstetter (CSU) und erklärte, dass mit dem Theaterverein Hofkirchen, dem Obst und Gartenbauverein Hofkirchen, dem Kegelverein Permering, dem Krieger- und Soldatenverein Hofkirchen sowie dem Schützenverein Gemütlichkeit Großköchlham sechs Vereine hinter dem Vorhaben stünden. Projektziel sei es, ein gemeinschaftliches Bürgerhaus zu errichten, dass für Veranstaltungen und Aktivitäten der örtlichen Vereine, Gesellschaften und privater Personen sowie als sozialer Mittel- und Treffpunkt für die „Altgemeinde Hofkirchen“ dienen soll. Der Bebauungsplan sei schon erstellt und vom Bauausschuss beraten worden. Die Hubertusschützen fungieren als Bauherren, ihnen obliege die Federführung für den Bau und den Betrieb des Gebäudes.

Das Erbbaurecht wurde für 75 Jahre beantragt und in der Sitzung genehmigt. Als Erbbaurrechtträger ist der Schützenverein gemeinsam mit den anderen ortsansässigen Vereinen für den baulichen Unterhalt und die Kosten für erforderliche Reparaturen und Erneuerungen verantwortlich, betonte der Bürgermeister. Die Baukosten werden auf rund 860 000 Euro geschätzt. Finanziert werden sollen sie durch den Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 400 000 Euro, der in der Sitzung in voller Höhe genehmigt wurde, sowie 114 465 Euro Zuschuss vom Bayerischen Schützensportverband und 69 602 Euro vom Landkreis. Die Vereine wollen 100 000 Euro an Eigenleistung einbringen. Desweiteren sind Spenden von Vereinsmitgliedern in Höhe von 40 000 Euro, Materialspenden von Firmen mit 50 000 Euro, Eigenmittel der Vereine mit 25 000 Euro sowie ein Bankdarlehen von 60 000 Euro im Finanzierungsplan aufgelistet. Der Zuschuss der Gemeinde soll in zwei gleich hohen Raten, jeweils 200 000 Euro, 2016 und 2017 ausgezahlt werden. In diesen beiden Jahren wollen die Vereinsmitglieder auch ihr Bürgerhaus errichten.

„Ein sportliches Ziel“, meinte Hofstetter. Sie hätten aber im Vorfeld schon viel Arbeit an den Tag gelegt. „Das gibt’s nicht oft im Landkreis.“ Schon das Vereinsheim in Gebensbach wurde vor einigen Jahren auf ähnliche Weise erstellt und sorgte landkreisweit für Anerkennung. „Wir geben unser Bestes“, versprach Michael Kronseder, Schützenmeister der Hubertusschützen.

Birgit Lang

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