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Grundner: Bahnhof muss Bahnhof bleiben

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Dorfen - Die Stadt will sich dafür stark machen, dass der Bahnhof nicht zweckentfremdet wird. Der Bahnhof sei ein „Eintrittstor“ nach Dorfen.

Mit der Demontage des riesigen DB-Logos ist seit Mitte vergangener Woche jetzt auch sichtbar, dass der Dorfener Bahnhof nicht mehr im Eigentum der Deutschen Bahn AG ist. Diese hat bekanntlich das Gebäude, wie hunderte andere deutschlandweit auch, an eine Investorengruppe aus England verkauft. Die Stadt will nun darauf drängen, dass der Bahnhof trotzdem als Bahnhof weitergeführt wird.

„Wir wollen, dass darin ein Bahnschalter mit einem Servicebeamten, ein Imbiss und ein Shop betrieben werden“, so Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) bei einem Gespräch mit dem Dorfener Anzeiger. Auch eine öffentliche Toilettenanlage müsse es wieder geben, fordert der Stadtchef. Wichtig sei der Stadt auch, dass es in Zukunft auch mehr Fahrradständer und mehr Parkplätze für die Pendler gebe. Hier werde sich die Stadt auch finanziell beteiligen, kündigte Grundner an. Erste Gespräche in diese Richtung hätten bereits stattgefunden, so der Bürgermeister. Vertreter der neuen Eigentümer hätten dabei durchaus Kompromissbereitschaft gezeigt.

Der Bahnhof müsse eine „Visitenkarte“ von Dorfen bleiben, fordert Grundner. Wer mit der Bahn in die Isenstadt komme, für den sei der Bahnhof „das Eintrittstor“. Daher sei es auch notwendig, dass der Bahnhof und die Umgebung ein ansprechendes Bild abgäben. Kritik übte Grundner an der Bahn AG, die nach wie vor ihre Politik darauf ausgerichtet habe, sich von der Fläche zurückzuziehen. „Das kann so nicht sein“, mahnt Grundner. Hier müsse Bundesverkehrsminister Tiefensee auch einmal darauf achten, dass nicht nur Geld in Projekte in den neuen Bundesländern fließe, sondern auch entsprechend in den Ausbau vielbefahrener Bahnstrecken, wie etwa der München-Freilassing.

Zunehmend „unglaubwürdig“ macht sich in dieser Hinsicht für Grundner auch die SPD insgesamt. Der für Erding zuständige Bundestagsabgeordnete Ewald Schurer hätte im Zusammenhang mit dem geplanten Bahnausbau und der Elektrifizierung schon viele Erfolgsmeldungen verbreitet, aber nur wenig davon sei letztendlich auch umgesetzt worden. Nicht markige Worte seien hier gefragt, sondern Taten, so Grundner. (ar)

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