Grundner: Chancen durch A 94 nutzen

Dorfen - Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) will die sich mit der A 94 auftuenden Chancen nutzen.

Die A 94 sah Stadtchef Heinz Grundner beim kommunalpolitischen Stammtisch der CSU als ein Thema, über das man „nicht mehr diskutieren braucht, ob sie kommen wird, auch wenn man noch trefflich drüber streiten kann, ob sie sinnvoll ist oder nicht“. Jetzt gelte es, „Chancen zu nutzen und Belastungen abzumildern“. In diesem Zusammenhang forderte der Bürgermeister statt eines „monumentalen Brückenbauwerks“ bei Kloster Moosen eine vernünftige Lösung für den innerstädtischen Bahnübergang der B 15. Mit einer Überführung, „die bei Oberhausmehring beginnt und bei der Agip-Tankstelle ausläuft und so den Zugang zu Galgenwiese und Bahnhof verbaut“, sei der Stadt allerdings nicht gedient.

Kritisch beurteilte der Bürgermeister, dass die A 94 im Landesentwicklungsprogramm (LEP) zwar als Hauptentwicklungsachse gesehen werde, das projektierte Gewerbegebiet Dorfen Süd-West wegen fehlender Ortanbindung aber als unverträglich eingestuft werde. „Dass uns die Regierung von Oberbayern mit der Forderung nach wiederholten Standortanalysen immer neue Hausaufgaben aufgibt, grenzt an Schikane“, sagte Grundner. Das LEP sei „ein Förderprogramm für die Landeshauptstadt, während uns gesagt wird, ihr habt doch die Nacherholungsgebiete“.

Kein Verständnis hatte Grundner für die Schelte der Presse, die der Stadtrat für den geänderten Bebauungsplan Duschl-Wiese einstecken musste. „Es ist schon seltsam, dass uns vorgeworfen wird, wir würden einen Investor gängeln, wenn in der selbe Presse einige Jahre vorher behauptet wurde, dass allen Forderungen des gleichen Bauträgers entsprochen wurde“.

Die Stammtische der CSU sollen laut Grundner wieder regelmäßig stattfinden. Bei den bewusst legeren Infoveranstaltungen sollen interessierte Bürger nicht nur erfahren, welche Projekte anstehen und wofür die Stadt Geld in die Hand nimmt, die CSU erhofft sich auch ein Feedback auf ihre Rathauspolitik. Beim Treffen am Wochenende im Landersdorfer Traditionsgasthaus Huber war man allerdings unter sich. Grundner ging kurz auch auf die finanzielle Situation der Gemeinde ein. Der Bürgermeister hält sie „für nicht blendend, aber durchaus nicht desaströs“. (ahu)

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