1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Hallo Erding

Mehr Bewegung, weniger Rauchen und Alkohol: Die Top 5 der Jahresvorsätze, die niemand hält

Erstellt:

Kommentare

Mehr Sport und Bewegung: Das nehmen sich jedes Jahr rund 30 Prozent aller Deutschen vor
Mehr Sport und Bewegung: Das nehmen sich jedes Jahr rund 30 Prozent aller Deutschen vor © Benis Arapovic

Der Jahreswechsel ist beliebter Aufhänger für grandiose Pläne und Vorsätze – die selten die erste Kalenderwoche überstehen. Hier unsere Top 5 der beliebtesten Vorstäze, die regelmäßig im Sande verlaufen

Es gehört zur guten Tradition, pünktlich um Mitternacht an Silvester nicht nur die Champagnerkorken und obszön lauten Chinaböller knallen zu lassen, sondern auch mit vor Überzeugung geschwellter Brust diverse Vorsätze und Pläne in die Nacht zu posaunen, welche lange verleugneten oder hinausgeschobenen Verhaltensweisen in den kommenden zwölf Monaten generalüberholt werden könnten. Gesünder essen, aktiver leben, ein besserer Mensch sein, die Welt retten. Jedoch lösen sich die meisten gutgemeinten Vorsätze mitunter in Wohlgefallen auf, noch ehe Kalenderwoche 1 ihr Ende erreicht hat.

Im letzten Jahr führten Statista und YouGov eine repräsentative Umfrage mit 2042 Befragten durch, um die beliebtesten Jahresvorsätze der Deutschen herauszufinden. Wir untersuchen, was wohl der Grund dafür ist, dass die allermeisten davon niemals konsequent umgesetzt werden.

Vorsatz: Gesündere Ernährung

Der Spitzenreiter und ungeschlagene König aller Jahresvorsätze. 31 Prozent aller Befragten fassten den Vorsatz, sich im kommenden Jahr bewusster zu ernähren.

Warum klappt es nicht? Weniger Zucker, mehr Gemüse, viele Ballaststoffe, gute Fette und Proteine – was für ein Kind wie eine Bestrafung klingt, ist für den ernährungswilligen Erwachsenen (vor allem für Männer) leider mit einigem Aufwand in der Küche verbunden. Kostet Zeit, kostet Nerven und erfordert zu allem Übel das Vordringen in unbekannte Supermarkt-Areale, die ein Leben lang sorgfältig gemieden wurden.

Vorsatz: Mehr Bewegung

Knapp nach dem ‚Gesünder Ernähren‘-Vorsatz folgt der logische Nachbar – mehr Bewegung, mehr Sport. Das nehmen sich jedes Jahr 30 Prozent aller Befragten vor.

Zumindest solange, bis sich der Blutalkohol-Pegel nach Silvester wieder normalisiert hat. Klimmzüge sind eben doch nicht so einfach, wie im Film und auch Liegestütze (Plural!) sollten keine unmittelbaren Verspannungen und Muskelzerrungen auslösen. Und ehe man die erwünschten, definierten Muskeln zu sehen bekommt, muss zuerst leider die Fettschicht am Körper gesprengt werden.

Statt Krafttraining könnte natürlich auch Treppensteigen, Joggen oder zumindest Spazierengehen auf dem täglichen (oder wöchentlichen) Programm stehen. Doch die neuen Serien auf Netflix schauen sich schließlich auch nicht von alleine.

Vorsatz: Mehr sparen

Ein blendender Vorsatz, finden auch 19% der Befragten. Alles, was zur erfolgreichen Durchführung notwendig ist, ist ein Jahr lang keine Rechungen zu bezahlen, die Wünsche aller Kinder und Ehefrauen zu ignorieren, genauso wie die gesammelte Verwandtschaft, Versicherungen, Artzbesuche oder die Rundfunkbeiträge außen vor zu lassen. Wer dies ein volles Jahr durchzieht, kann es sich auf der einsamen Insel, auf die man inzwischen verbannt wurde, bestimmt gutgehen lassen.

Vorsatz: Mit dem Rauchen aufhören

Mit dem Rauchen aufzuhören ist einfach. Zumindest für 20-30 Minuten. Einer unserer Redakteure scheiterte kürzlich spektakulär an eben diesem Vorsatz (genauso wie 8% aller Befragten vermutlich daran scheiterten). Ein Bericht hierzu folgt – oder auch nicht.

Vorsatz: Weniger Alkohol

Das nehmen sich 6% aller Deutschen für´s neue Jahr vor. Im Ernst, wieso? Wer trinkt, hat ein Problem. Wer nie trinkt, hat viele Probleme. Kümmern wir uns um Wichtigeres.

Übrigens: Unter den 2042 Befragten gaben 39% an, keine Jahresvorsätze zu fassen. Wer kein Ziel anpeilt, muss sich schließlich auch nicht aufregen, wenn er versagt hat. Wie lauten Ihre Vorsätze für 2022?

von Philip Heggmair

Auch interessant

Kommentare