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Umwelt-Gruppe des Anne-Frank-Gymnasiums sammelt alte Telefone, um sie recyceln zu lassen

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Handyübergabe (v. l.): Renate Paukner-Fill und Elisabeth Gschlößl von der Kolpingsfamilie, Bastian Lösch (Q12), Schulleiterin Regine Hofmann, Sabine Werner (Q12), Tine Stebe, Evi Heilmaier und Katharina Stadler (Leiterinnen der Umweltgruppe)
Handyübergabe (v. l.): Renate Paukner-Fill und Elisabeth Gschlößl von der Kolpingsfamilie, Bastian Lösch (Q12), Schulleiterin Regine Hofmann, Sabine Werner (Q12), Tine Stebe, Evi Heilmaier und Katharina Stadler (Leiterinnen der Umweltgruppe) © AFG

Erding – Rund 50 alte Handys. Das war die Bilanz der Sammelaktion der Umweltgruppe des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) in Erding. Die Geräte sollen nun recyclet werden. Schließlich befinden sich darin wertvolle Rohstoffe, die anderswo auf der Welt zu Leid führen.

Alte, ausgediente Handys finden sich zu Millionen in deutschen Schubladen. In jedem dieser Geräte verbirgt sich unter anderem Coltan, ein sogenannter Konfliktrohstoff, der vor Überhitzung schützen soll. Die Einnahmen aus dem Abbau derartiger Rohstoffe ermöglichen den Milizführern in der DR Kongo den Kauf von Waffen und die Fortsetzung von Bürgerkriegen. Dadurch wurden Millionen von Menschen zu Flüchtlingen in ihrer eigenen Heimat.

Nicht früh genug kann Jugendlichen in Deutschland daher ein achtsamer und verantwortungsbewusster Umgang mit Rohstoffen und Ressourcen der Erde vermittelt werden. So kam es zur Idee der Handy-Sammelaktion am AFG. Dadurch trug jeder dazu bei, Ressourcen zu schonen, die Umwelt vor Ausbeutung zu schützen, Menschenrechte zu wahren und den Krieg um Bodenschätze hoffentlich bald einzudämmen.

Die gesammelten Handys wurden nun an die Kolpingsfamilie Altenerding übergeben, von wo aus sie an missio München weitergeleitet werden. Dort führt man sie in Kooperation mit dem Unternehmen Mobile-Box einem Wiederverwendungs- oder Recyclingprozess zu. Missio München erhält für jedes gespendete Handy einen Anteil des Erlöses, der in die Projektarbeit fließt. So wird beispielweise ein Trauma-Zentrum für Bürgerkriegsflüchtlinge in der DR Kongo unterstützt.

Evi Heilmaier

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