Mehrere Paletten Hygienehandschuhe haben Humedica-Mitarbeiter Joachim Panhans und Simedas-Inhaber Klaus Westphal mit seinem Sohn Kai (v. l.) verladen. Foto: Weingartner

Handschuhe gegen Seuchengefahr

St. Wolfgang - Über 250 000 Einmal-Hygienehandschuhe zur Eindämmung drohender Seuchengefahr in den wegen Hungersnot übervollen Flüchtlingslagern Afrikas hat die St. Wolfganger Simedas GmbH als Spende zur Verfügung gestellt.

Die Ware habe einen Verkaufswert von rund 18 000 Euro, sagte der Geschäftsführer und Inhaber Klaus Westphal.

Am Horn von Afrika sind in Somalia, Äthiopien, Kenia und Dschibuti derzeit über elf Millionen Menschen auf der Flucht vor Dürre, Hunger und Bürgerkrieg. Dort drohen jetzt auch noch Seuchen, befürchtet Westphal. Als humanitäre Soforthilfe habe er sich entschlossen auch einen „kleinen Beitrag“ als Hilfe für die ohnehin Not leidenden Menschen in den Flüchtlingslagern zu leisten. Sein Vertriebsunternehmen habe sich auf das Spezialgebiet Arbeitschutzes im Einwegsektor konzentriert, das unter anderem wissenschaftliche Labors, pharmazeutische Industrie und auch Rettungs- und Katastrophendienste ausstatte. Da lag es nahe Einmal-Handschuhe zu spenden.

Die werden dort auch dringend gebraucht, weil Krankheitserreger zu 90 Prozent per Handkontakt übertragen würden und vor Ort Desinfektionsmittel fehlten. Die Sachspende sei „aber nicht so einfach gewesen“, berichtete der St. Wolfganger. Bei großen Hilfsorganisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ oder UNICEF habe man „kein Interesse“ an der Ware gezeigt. Einen Scheck hätten sie wohl sofort akzeptiert, vermutete Westphal. Weil er aber unbedingt helfen wollte, sei er über den Verein Sternstunden e.V. auf die Humedica e.V. in Kaufbeuren aufmerksam geworden. Die Hilfsorganisation habe die Spende sofort vor Ort abgeholt, um sie noch in einen Flieger mit Hilfsgütern ins Krisengebiet nach Afrika verladen zu können. (prä)

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