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Angriffslustig: REP-Bezirksvorsitzender Martin Huber  wetterte vor allem gegen die CSU und Horst Seehofer.

Politischer Aschermittwoch der Republikaner

Harsche Kritik an Merkels und Seehofers Asylpolitik

Die Republikaner haben beim politischen Aschermittwoch in Wamach harsche Kritik an Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Seehofer geübt.  Vor allem die Asylpolitik stand im Mittelpunkt.

Von Henry Dinger

Wambach – Die Republikaner haben zum Politischen Aschermittwoch ins Gasthaus Kronseder nach Wambach eingeladen. Zu den Gastrednern gehörten Friedrich Wiedermann von der österreichischen FPS und REP-Bundesvize André Maniera, die vor allem die Asylpolitik thematisierten. Auch der Hausherr, Bezirksvorsitzender Martin Huber, gab sich angriffslustig. Der Saal im Gasthaus Kronseder war bei der 33. Auflage dieser Veranstaltung wieder gut gefüllt. „Es ist Zeit, Klartext zu reden“ stand auf der Einladung, und das taten die Männer am Podium auch.

Eigentlich waren neben Huber und Maniera noch die Landtagsabgeordneten Markus Steiner und Karl Schnell von der FPS ankündigt, die sich aber entschuldigen ließen. Stattdessen sprach Wiedermann, FPS-Landtagsabgeordneter aus Salzburg.

Die beiden Parteien seien nicht nur durch Freundschaften zwischen den Mitgliedern verbunden, sondern vor allem durch die Themen. Dazu gehöre vor allem die „traurige Geschichte der Migration“. Angela Merkel habe eine Entscheidung getroffen, von der ganz Europa betroffen ist. „Man kann nur sagen, es ist schauerlich“, sagte Wiedermann, „schauerlich nicht nur für uns Betroffene, sondern auch für diese Menschen“.

Auch REP-Landeschef Johann Gärtner schoss verbal in Richtung Berlin. „Frau Merkel spricht Einladungen aus, die Leute unten können dann die Zeche zahlen“. Für ihn sei ein besonderes Problem, dass bei vielen der Migranten nicht bekannt sei, aus welchem Land sie ursprünglich kommen. „Dass man ihre Handys kontrolliert, haben wir vor längerer Zeit vorgeschlagen und mussten uns dafür von den Grünen Nazidenken vorwerfen lassen.“ Wer sich etwas zu Schulden kommen lasse, habe sein Bleiberecht verwirkt. „Jeder, der straffällig wird, fliegt raus“, forderte Gärtner unter Applaus.

„Es stimmt in unserem Land nichts mehr“, wetterte Bezirkschef Huber. Ihm gehe es „um die Heimat“. Und zu der würden auch traditionelle Werte gehören. „Eine Familie besteht für mich aus Mann, Frau und Kindern“, betonte er. Seine Kritik richtete sich vor allem gegen die CSU und Horst Seehofer, der erst in Richtung Berlin gedroht hatte. „Ich habe gleich gesagt, er wird umfallen, genau wie immer. Und genauso war es.“ Sein Ärger ging auch gegen eine Politik, bei der Comedians und Prominente mobilisiert würden, um eine „bunte Gesellschaft“ zu propagieren und „Kinderlieder am liebsten umtexten möchte“. Sorge würde ihm der Familiennachzug bereiten, den die Migration mit sich bringt. „Es kommen immer mehr Migranten, die immer mehr Kinder bekommen. Es werden immer mehr Muslime. In zwei Generationen sind wir hier in der Minderheit“, prophezeite er.

Bundesvize Maniera ging in seinem Vortrag vor allem auf „Bayern als Heimat“ ein, die sich schleichend verändere. Er sei hier aufgewachsen und würde den Unterschied schon spüren, wenn er auf Besuch komme, auch wenn die Zahl der Zuwanderer noch nicht so hoch sei wie in Düsseldorf. „Man will den Rest der Welt retten, aber das eigene Volk lässt man im Stich“, wetterte Maniera.

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