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Nur Probleme gab es mit der Einbahnstraßenregelung zum Dorfener Bahnhof.

Hausgemachtes Verkehrschaos wird wieder beendet

Die Einbahnstraßenregelung beim Bahnhof wird aufgehoben. Im Bauausschuss wurde vor dem Beschluss der Schwarze Peter hin- und hergeschoben.

Die im November testweise eingeführte Einbahnstraßenregelung, um gut ein Dutzend zusätzliche Parkplätze für Bahn-Pendler zu schaffen, hat zu teilweise chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) berichtete von zahlreichen Beschwerden, die bei der Stadt eingegangen seien. Er schlug dem Ausschuss daher vor, den Beschluss wieder aufzuheben.

Auch der zur Sitzung geladene Dorfener Polizeichef Ulrich Milius machte deutlich, dass die Einbahnregelung aus Sicht der Polizei „höchst problematisch“ sei. Da durch die Einbahnstraße eine Einfahrt in die B 15 nur noch über die Entlastungsstraße zu den Großmärkten an der Galgenwiese möglich sei, komme es besonders abends und an Wochenenden „zu langen Staus und gefährlichen Situationen“. Zudem würden nicht wenige Autofahrer verbotswidrig in die Einbahnstraße einfahren, weil diese als solche oft gar nicht wahrgenommen werde. „Die zusätzliche geschaffenen Parkplätze stehen in keiner Relation zu den dadurch geschaffenen Problemen“, urteilte Milius.

Die im Ausschuss vertretenen Fraktionen waren bemüht, sich den Schwarzen Peter für die Regelung gegenseitig zuzuschieben. So wies etwa Franz Aigner (CSU) darauf hin, dass seine Fraktion von Anfang an gegen die Regelung gewesen sei. Vize-Bürgermeister Johann Haberstetter (Landliste) machte deutlich, dass der in der Bevölkerung entstandene Eindruck, die Einbahnstraßenregelung sei aus „Jux und Tollerei“ eingeführt worden, nicht zutreffend sei. Michaela Meister (SPD) und Ulli Frank-Mayer (Grüne) wollten dagegen nach Möglichkeiten suchen, die Einbahnregelung in anderer Form zu belassen.

Eine politische Note brachte Dritter Bürgermeister Martin Heilmeier (Landliste) in die Diskussion. Er übte Kritik, dass es so lange gedauert habe, bis der Beschluss zurückgenommen wurde. „Vielleicht wollte da jemand daraus einen Nutzen ziehen, es auskosten, dass eine falsche Entscheidung gefällt wurde“. Dies wies Bürgermeister Grundner aufs Schärfste zurück.

Der Beschluss, die Einbahnstraßenregelung aufzuheben, fiel schließlich einstimmig. Schon ab Freitagmorgen ist die Straße wieder in beide Richtungen befahrbar.

Anton Renner

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