Die neuen und bisherigen Teamleiter der Taufkirchener Tafel: (v. l.) Christiane Brandl, Senta Steinert, Wim Hoijtink, Helga Huber, Regina Polke, Gabi Hoijtink und Christine Schick (Orga-Team). Nicht im Bild sind Teamleiterin Barbara Leiner sowie Hans-Jürgen Degener vom Orga-Team. Foto: fkn

Taufkirchener Tafel

Helfen bis zur Belastungsgrenze

Taufkirchen – Die Taufkirchener Tafel hat sich neu organisiert. Dies wurde notwendig, weil die Anforderungen durch die zunehmende Zahl von Asylbewerbern immer mehr wurden. Die ehrenamtlichen Helfer waren teilweise am der Belastungsgrenze.

Den bisherigen Höhepunkt erreichte der Andrang auf die Tafel laut Christine Schick Mitte Oktober. Die Tafel-Organisatoren sahen sich gezwungen, einen vorübergehenden Aufnahmestopp für Bezieher festzulegen. Es folgte eine Gesamtmitarbeiterversammlung und eine darauf folgende Mitarbeiterbefragung. Sie sollte laut Schick aufzeigen, mit welchen Zeitkontingenten die Mitarbeiter künftig bereit wären, ihre Tafelarbeit fortzusetzen. Rund 15 Mitarbeiter teilten im Rücklauf mit, dass sie ihre Tafelarbeit beenden wollen, hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen oder weil private Belange wie Beruf oder die Pflege eines nahen Angehörigen andere Schwerpunkte verlangten. Doch viele „Tafler“ blieben der Organisation erhalten und sind teilweise sogar zu erweiterten und flexibleren Einsatzzeiten bereit.

Schick: „In den letzten Tagen haben sich sogar wieder neue Mitarbeiter dazugesellt, so dass die Tafel per Anfang Dezember über 69 Aktive verfügen kann.“ In einer weiteren Teamleiterbesprechung sei nun nach Auswertung aller Rückläufe eine neue Teamstruktur erarbeitet worden. Sie sieht vor, dass ab Januar nicht mehr vier, sondern drei Teams die Tafelarbeit meistern sollen. Diese drei Teams seien durch Neuzuordnung von Mitarbeitern so gestärkt worden, dass mehrere Wochen vergehen könnten, bevor ein Mitarbeiter erneut zum Einsatz komme. Schick: „Dies ist besonders wichtig, denn ein Ehrenamt wie die Tafelarbeit kann emotional und auch physisch sehr anstrengend sein. Durch die Ruhezeiten bekommt jeder Tafelmitarbeiter genügend Zeit abzuschalten.“

Die Taufkirchener Tafel wird also ab Januar nicht nur wieder neue Ausweise für Bezieher ausstellen lassen können, sondern auch die bisherige Öffnungszeit am Dienstag von 9 bis 11 Uhr anbieten. Die Abendausgabe, die bisher 15 Minuten dauerte, wird ab Januar ausgedehnt und ebenfalls dienstags von 18 bis 19.15 Uhr angeboten. Man hofft, dass die Taufkirchener Tafel damit alle Tafelkunden aus nah und fern unterstützen kann, die ihren Wohnsitz in Taufkirchen sowie in den Nachbargemeinden Steinkirchen, Inning und Hohenpolding haben.  ar

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