Hier hilft die Schülerhilfe auch nicht mehr. Betrunkene Jugendliche vor einer Nachhilfeeinrichtung in Dorfen. Foto: Millgramm

Hemadlenzn: Hochprozentiges hat Hochkonjunktur

Dorfen - Die Polizei hat zum Hemadlenzntag eine durchwachsene Bilanz gezogen. Insgesamt sei der Tag „im Rahmen“ verlaufen, allerdings sei der zunehmende Grad der Alkoholisierung bei Jugendlichen bedenklich.

Der Umzug selbst verlief laut stellvertretendem Inspektionsleiter Hauptkommissar Armin Weinberger ohne Störungen. Beim anschließenden Treiben in der Innenstadt kam es jedoch zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen alkoholisierten Hemadlenzn. Die Verletzungen, die sich die Beteiligten dabei zuzogen, reichten von leichten Blessuren bis zu einem Nasenbeinbruch. In einem Fall legte sich ein Betrunkener bei einer Anzeigenaufnahme mit der Polizei an und leistete Widerstand. Von der Polizei wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Drei Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. „Bei allen Vorkommnissen spielte Alkohol eine nicht unerhebliche Rolle“, konstatierte Weinberger.

Mehreren Jugendlichen wurde im Laufe des Tages hochprozentiger Alkohol abgenommen. Die Polizei informierte jeweils die Eltern der Jugendlichen und das Jugendamt in Erding. Bei stark betrunkenen Jugendlichen veranlasste die Polizei, dass sie durch die Eltern abgeholt wurden.

Nicht wenige der Hemadlenzn hatten so viel getrunken, dass sie „hilf- und orietierungslos“ waren, wie die Polizei mitteilte. Der Rettungsdienst musste mehrfach für verschiedenste Verletzungen angefordert werden.

Dass es zu keinen größeren Ausfällen kam, schreibt Weinberger der für das öffentliche Treiben auf 15 Uhr festgelegten Sperrzeit zu. Auch die starke polizeiliche Präsenz habe Wirkung gezeigt. (ar)

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