29. Herbstfest-Pferderennen in Erding.
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Starker Auftritt: Überragende Fahrerin war Marion Dinzinger (vorne), die alle drei Vorläufe und auch den Endlauf gewann.
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29. Herbstfest-Rennen

Lächelnder Linner und ausgebuffter Auer

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Petrus muss ein Pferdefreund sein. Fast das ganz Wochenende hatte es durchgeregnet. Doch pünktlich zum 29. Herbstfest-Rennen schlossen sich die himmlischen Schleusen.

Erding – Obwohl die Wetterprognosen nicht die besten waren, hatte sich Anette Vogt, die Vorsitzende des Rennvereins Erding, entschlossen, das Herbstfest-Rennen auf alle Fälle durchzuziehen. Und ihr Mut wurde belohnt. Ständig zogen zwar dunkle Wolken über den Geislinger Ängern herauf, aber das ganze Rennen über fiel kein Tropfen. Die Pferde-Fans hatten offenbar bis zuletzt gewartet, bis sie sich zu einem Besuch entschlossen. Fünf Minuten vor dem offiziellen Rennbeginn verlor sich nur rund ein Dutzend Zuschauer ums Geläuf. Aber als der erste Vorlauf gestartet wurde, hatten sich die Ränge gut gefüllt, rund 600 Zuschauer dürften es schließlich gewesen sein.

Bei den Trabern war Marion Dinzinger die überragende Fahrerin. Sie gewann den ersten Vorlauf mit „Dream Way“, den zweiten mit „Il Divo“ und – trotz Reifenschaden – auch den dritten mit „Outsider Diamant“. Mit ihrem „Outsider Diamant“ hatte sie dann auch im Endlauf, im Großen Preis der Stadt Erding, die Nase vorn. Zweiter wurde Rupert Schwaiger mit „Zillion EMC“ vor „Dream Way“, diesmal mit Alois Ortner im Sulky. Der Sieg war allerdings keine echte Überraschung. Dinzinger ist die amtierende bayerische C-Bahn-Championesse, ihr „Outsider Diamant“ hat schon über 85.000 Euro Preisgeld eingefahren. Einen Achtungserfolg erreichte hier Alfred Linner aus Bockhorn. Er landete mit „Omero Bi“ auf Rang vier und strahlte über ganze Gesicht.

Hatte der Lokalmatador doch zuvor schon einen großen Erfolg gefeiert. Stürmisch angefeuert vom Erdinger Publikum setzte er sich im offenen Trabrennen durch. Lange lag er auf Rang vier, zog dann eine halbe Runde vor Schluss am Feld vorbei und gab die Führung, obwohl er stark bedrängt wurde, nicht mehr ab. Rang vier im Trostlauf mit „Saint’s Angel“ – Sieger wurde Andreas Barth mit „Biscuit Dragon“ – rundete Linners erfolgreichen Tag ab.

Sechs Pferde hatten ursprünglich für das Pony-Rennen gemeldet, zwei waren letztlich nur am Start. Die aber lieferten sich ein spannendes Duell, den Sieg holte sich Lisa Lehner mit „La Paloma“.

Ein dezimiertes Feld ging auch bei den Galoppern an den Start. Acht von 13 gemeldeten Reitern kämpften um den Sieg, und es ging richtig zur Sache. Thomas Anker lag mit „Erico“ lange in Führung, wäre dann jedoch fast zu Sturz gekommen und musste sich mit Rang drei begnügen. So holte sich Stefanie Rauh mit „Fuchsi“ den Airbräu-Preis knapp vor Martin Hinterholzer („Power Speedy“).

Höhepunkt war zum Schluss das Vereinsrennen mit vier Startern, Thomas Schmidbauer fiel aufgrund von technischen Problemen kurzfristig aus. Den Sieg im Siegfried-Auer-Gedächtnisrennen holte sich nach furioser und taktisch kluger Fahrt Albrecht Auer. Der 66-Jährige hat bereits 1991 und 2003 gewonnen. Erst lag Titelverteidiger Timm Laurich vorne, aber dann zwängte sich Gerd Vogt, der Sieger von 2016, mit einem tollkühnen Manöver innen durch. In der letzten Runde packte Albrecht Auer dann seine ganze Routine aus, verwies seinen Sohn Adrian sowie Vogt und Laurich auf die Plätze. Anette Vogt überreichte dem strahlenden Gewinner den Gedächtnispokal, mit dem sein Vater Siegfried Auer, ein Pionier des Rennvereins, seit 1990 gewürdigt wird. Ein glanzvoller Abschluss eines tollen Renntags, der ohne Zwischenfälle ablief – und auch gänzlich ohne Regen.

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