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324 Kartler spielten an 81 Tischen den Erdinger Schafkopfmeister aus.

Erdinger Schafkopfmeisterschaft

Regensburger rettet die Landkreis-Ehre

Erding - Erding hatte Raimund Humpl bisher kein Glück gebracht. 15 Mal hatte er am Schafkopfturnier der Heimatzeitung schon teilgenommen, „aber nichts sprang raus. Nicht mal ein Trepperlplatz“. Jetzt hat sich das Blatt gewendet, denn der Hallbergmooser wurde mit 58 Punkten Schafkopfmeister.

Heiß war’s am ersten Herbstfest-Sonntag bei der Schafkopfmeisterschaft des Erdinger Anzeiger im Stiftungszelt. So heiß, dass nur 324 Teilnehmer an 81 Tischen um 1000 Euro Siegprämie kartelten. „Die jungen Leute sind heute eher beim Baden“, meinte Organisator Josef Hundegger, der sich mehrmals den Schweiß von der Stirn wischte. Hitzige Duelle gab es nicht. Alles verlief friedlich. Das bestätigte auch das Siegertrio mit Raimund Humpl, Martin Brandstetter aus Freising und Dr. Hans Regensburger aus Haus bei Dorfen, der mit Platz drei die Landkreis-Ehre gerettet hat. „Es waren gemütliche Runden“, sagten die Drei im Siegerinterview. Der Spaß solle nicht zu kurz kommen. „Und wenn einer einen Fehler macht, dann soll er ihn halt einfach ehrlich zugeben“, sagte Regensburger und erntete Zustimmung von seinen Schafkopf-Kollegen. Der Allgemeinarzt Regensburger stellte für seine erste Runde eine schlechte Diagnose. „Nur sechs Guade. Mal schauen, wie es in der zweiten Runde läuft“, sagte er zur Halbzeit. 37 weitere Zähler und fünf Soli (davon eines verloren) katapultierten ihn auf den dritten Rang. Sein Lohn: 200 Euro. „Das könnte die Anzahlung für das E-Bike meiner Frau sein“, meinte der 61-Jährige. Nächste Woche will er in Haag an den Start gehen, dann folgt Algasing. Dort gewann er im vergangenen Jahr eine Berlin-Reise. Über sein gutes Abschneiden freute sich Martin Brandstetter noch mehr als über die 300 Euro, mit denen Platz zwei dotiert war. Der 66-jährige Freisinger hatte nach der ersten Runde 31 Punkte auf seinem Konto. „Die ersten 15 Spiele liefen super. Doch dann ging auf einmal nichts mehr“, meinte er. Umso mehr strahlte der Rentner, als sein Name aufgerufen wurde. „Es gibt nur gut oder schlecht. So ein Mittelding gibt’s beim Schafkopfen nicht“, sagt Sieger Humpl. „Ich gehe auch schon mal mit 25 Schlechten raus, weil ich immer spiele, was ich krieg“, gab er zu. In Erding ging der 49-Jährige mit 1000 Euro raus. Genauso übrigens wie heuer in seinem Heimatort Hallbergmoos, denn das Turnier im Nachbarlandkreis hatte er mit über 60 Punkten gewonnen. In Erding hatte Humpl nach Runde eins 25 Punkte und in der Endabrechnung 58 Zähler mit sieben Soli (zwei verloren). „Dass das reicht, hätte ich nicht geglaubt“, freute er sich. (Daniela Oldach)

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