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Seriensieger Martin Geineder gewann heuer erneut den Großen Preis der Stadt Erding mit Vrint. OB Max Gotz überreichte den Pokal.
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Packende Rennszenen lieferten sich die Traber am Sonntagnachmittag auf den Geislinger Ängern.
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Prestigeträchtiger Sieg: Timm Laurich gewann das Vereinsfahren. Rennverein-Chefin Anette Vogt überreicht ihm den Pokal.
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Klein, aber oho: Die Ponys und ihre Reiterinnen wurden am lautesten angefeuert.

28. Herbstfest-Rennen 

Erdings tierischster Kreisverkehr

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Erding - Spannende Duelle und packende Szenen waren am Sonntagnachmittag beim 28. Herbstfestrennen des Rennvereins Erding geboten. Selbst das Wetter spielte einigermaßen mit. Rund 1000 Zuschauer ließen sich das mehrstündige Spektakel nicht entgehen.

Dass junge Mädchen und Ponys einfach zusammengehören, war beim Jubiläumsrennen des Rennvereins Erding nicht zu überhören. Das Feld der kleinen Pferde mit einem Stockmaß von maximal 120 Zentimetern wurde aus den Zuschauerreihen so kräftig angefeuert, als würde Justin Bieber höchstpersönlich herangaloppieren. Der strahlenden Siegerin Franzis Wisinger auf Wotan überreichte Franz Widmann von der gleichnamigen Erdinger Optik-Firma den Preis. Das Ponyrennen war heuer kurzfristig geteilt worden, die Tiere mit einem Stockmaß von 150 Zentimetern bestritten ein eigenes Rennen, das William Lamberts auf Cesar gewann.

Es war eine angenehme, entspannte Atmosphäre, die beim 28. Herbstfestrennen auf den Geislinger Ängern herrschte. Selbst das Wetter spielte, abgesehen von einigen kurzen Regenschauern, mit. Gekommen waren rund 1000 Besucher, die sich rechtzeitig gute Plätze entlang der Rennstrecke gesichert hatten. Doch nicht nur das Rennen lockte die Leute an, sondern auch die Hutprämierung, die zur schönen Tradition geworden ist. Hier waren die Kreativen unter den Gästen gefragt, sich möglichst auffällige Kopfbedeckungen auszudenken und selbst zu basteln. Unter den Prämierten waren sogar zwei Männer.

Die Rennen selbst waren eine Schau für sich. In neun Läufen traten Ross und Sulky-Fahrer oder Reiter gegeneinander an. Am spannendsten waren natürlich das Rennen um den Großen Preis der Stadt Erding und das Siegfried-Auer-Gedächtnis-Rennen. Bei letzterem sind nur Mitglieder des Rennvereins zugelassen. Nach zweieinhalb Runden auf der 1600 Meter langen Strecke hatte sich Timm Laurich im Sulky von Cadeau den Sieg erkämpft. Stolz nahm er den begehrten Wanderpokal aus den Händen von Vereinspräsidentin Anette Vogt entgegen. Diese gab das glänzende Stück mit einem lachenden und wohl auch einem weinenden Auge her: Denn im vergangenen Jahr hatte ihr Gatte Gerhard das Vereinsrennen gewonnen. Heuer fuhr er mit Paolo Coulonces die Rote Laterne ein.

Der Große Preis der Stadt Erding ging wie im vergangenen Jahr an Martin Geineder. Er war im Sulky von Vrint nicht zu schlagen und verwies „Apache Wolfhorn“ und „Zabel Frisia“ auf die Plätze.

Für die Zuschauer gab es jeden Menge Action zu sehen. Schon in den Vorläufen spritzte der Sand aus den zuvor verfüllten Hundelöchern auf dem Gelände. Seit zwei Jahrzehnten nutzt der Verein dieses Areal, davor ein Nachbargrundstück. „Das ist eine super Bahn“, weiß Ehrenvorsitzender Kurt Woger, der neben Josef Ehrentaler zu den alten Hasen gehört, die 1990 das Rennen wieder ins Leben gerufen hatten.

Dass die Bahn gut ist, hat sich herumgesprochen. Entsprechend hochkarätige Pferde werden gemeldet, so wie „New Way“, der in seiner Karriere als Rennpferd schon 165 677 Euro erkämpft hat. Dass der „trabende Geldschrank“, wie er vom Renn-Sprecher bezeichnet wurde, die Chance auf weitere, von der VR-Bank Erding gesponserte 200 Euro vertat, lag an seiner Disqualifizierung im zweiten Vorlauf – mit Martin Geineder im Sulky. „Zu häufiger Galopp“, monierte die Rennleitung. Den Sieg sicherte sich hier Marion Dinzinger mit „Dream Way“.

Drei Männer sind seit 28 Jahren ununterbrochen beim Herbstfest-Rennen dabei. Bei ihrem wichtigsten Job sieht man eigenlich nur ihr Werkzeug: das Starterauto, das vor den Trabern herfährt und den Start freigibt. Am Steuer sitzt seit 1990 Karl Schuhmann. Fritz „Fex“ Baumann und Karl „Gschmei“ Schmid nehmen im Fond Platz und geben bei jedem Rennen die Startklappen frei. Im nächsten Jahr wird das nicht anders sein. (Henry Dinger)

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