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Da geht‘s rund: Die Drehbar von Christian Heigl und Andreas Brenninger wurde bereits am Mittwochabend getestet. Am Donnerstag fand die traditionelle Bierprobe im Weißbräuzelt statt. Heute ab 16.30 Uhr können sich alle Festbesucher vom süffigen Festbier überzeugen.

77. Herbstfest 

Es ist angerichtet: Die Erdinger Wiesn kann beginnen

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Erding - Die Vorfreude ist groß auf das 77. Erdinger Herbstfest, das heute beginnt. Vorgefeiert wurde am Mittwoch bei der Präsentation der Drehbar und gestern Abend bei der Bierprobe.

Es wird gehämmert und geschraubt, was das Zeug hält. Die letzten Aufbauarbeiten auf dem Volksfestplatz laufen. Schon fertig ist die Drehbar, das Eventkarussell von Christian Heigl und seinem Kompagnon Andreas Brenninger. Die beiden Erdinger haben dafür gewaltig investiert, die Sonderanfertigung aus Kassel geholt und gemeinsam mit Familie und Freunden aufgebaut. Am Mittwochabend wurde die Drehbar erstmals getestet. Und sie lief – zumindest am Anfang – rund.

Die Drehbar ist eine der Neuheiten auf dem Herbstfest. Im vergangenen Jahr stand ein kleineres Modell noch neben dem Haupteingang des Weißbräuzeltes. Heuer ist das Eventkarussell nahe dem Herbstfest-Eingang an der Eishalle gegenüber der ebenfalls neuen Wildwasser-Raftingbahn Rio Rapidos zu finden. Genau auf dem Platz, wo in den vergangenen Jahren immer der große Fischstand von Peter Lingnau stand. Der Fisch Bäda, wie ihn alle nennen, muss heuer pausieren. Er hatte sich im vergangenen Jahr wohl nicht ans Schnapsverbot gehalten und das Ausschankende allzu großzügig ausgelegt.

Die überdachte Drehbar hat einen Durchmesser von 7,5 Metern, ist sieben Tonnen schwer, knapp fünf Meter hoch und bietet Platz für rund 80 Gäste. Sie können sich auf dem sanft drehenden Karussell Bier, Wein, Wasser, Hugo oder den neu kreierten Weißbier-Sprizz schmecken lassen. Zur Präsentation am Mittwochabend waren OB Max Gotz, Isens Bürgermeister Siegfried Fischer (dort war Heigl heuer erstmals Volksfest-Wirt), Mitglieder des Volksfestausschusses, Schausteller-Kollegen und viele Freunde gekommen.

Stadtpfarrer Martin Garmaier spendete der Drehbar, ihren Betreibern und Gästen den kirchlichen Segen und wünschte „viel Erfolg und Freude, und dass es sich wirklich dreht – rechtzeitig“. Die Gäste genossen den lauen Abend, auch wenn das Karussell stockte. Heigl bedankte sich bei allen Helfern, die angepackt hatten, vor allem bei Peter Stoiber, Franz Bittl und Benjamin Löffelmann, „sonst wären wir wahrscheinlich erst im Oktober fertig gewesen“.

Brenninger verglich die Entstehung der Drehbar mit der Geburt eines Kindes. „Mia zwoa san schwanger worn mit dem Teil und hamm des Baby austragn.“ Laufen müsse es erst lernen, aber „drehn duad’s es scho a bisserl“.

Dass das Wichtigste auf der Erdinger Wiesn, das Bier, hervorragend schmeckt, davon konnten sich die geladenen Gäste gestern Abend bei der traditionellen Bierprobe, für OB Gotz der wichtigste Termin überhaupt, überzeugen. Sie fand heuer im Weißbräuzelt statt. 1100 Hektoliter Weißbier und 800 Hektoliter Stiftungshelles wurden dafür eigens gebraut. Das Weißbier wartet mit 13,3 Prozent Stammwürze auf und hat einen Alkoholgehalt von 5,8 Prozent, das Stiftungsfestbier ebenfalls. Die Besonderheit hier: Es wurde stärker gehopft, erklärte Weißbräu-Braumeister Dr. Stefan Kreisz.

„Schön, dass wir in einer Stadt leben, in der noch Bier gebraut wird“, freute sich Gotz. Er lobte die hohe Braumeisterkunst und den unveränderten Maß-Preis. „Süffig, mild, einfach guad“ – das Urteil der Gäste fiel einstimmig aus. Heute ab 16.30 Uhr können sich alle Festbesucher selbst überzeugen. Bis zu 400 000 werden in den nächsten zehn Tagen erwartet – zu einer „familienfreundlichen, friedlichen Wiesn“, wie sie sich Gotz für alle wünscht.

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