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Heiße Duelle um die Erdinger Schafkopfmeisterschaft lieferten sich 320 Kartler gestern im Stiftungszelt.

Robert Spitzweg (55) gewinnt die Kartlerschlacht der Heimatzeitung

Endlich ein Erdinger Schafkopfmeister!

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Robert Spitzweg (55) aus Erding siegt beim Turnier der Heimatzeitung mit 54 Punkten. 320 Teilnehmer hatten um die Siegprämie von 1000 Euro und weitere Preise gekämpft.

Erding– Es war das perfekte Wochenende für Robert Spitzweg: Erst gewann am Samstag „sein“ FC Bayern München 6:1 gegen den FSV Mainz 05. Und gestern siegte der Erdinger beim Schafkopfturnier des Erdinger/Dorfener Anzeiger im Stiftungszelt auf dem Herbstfest. Mit 54 Zählern verwies der 55-Jährige seine 319 Mitkartler auf die Plätze.

Stiftungszelt gut gefüllt trotz schwüler Temperaturen

Gut gefüllt war das Stiftungszelt trotz der schwülen Temperaturen. Eine Kartlerin kam mit der Hitze jedoch nicht zurecht, sie musste wegen Kreislaufproblemen in der Halbzeit aus dem Turnier aussteigen.

Einen kühlen Kopf behielt hingegen der spätere Sieger Spitzweg. Zur Halbzeit (nach 32 Spielen) hatte der Beamte mit 31 Zählern und drei gewonnenen Soli noch auf Platz zehn gelegen – und war damit durchaus zufrieden. Und auch Runde zwei verlief mit 23 Zählern ganz gut. „Unter die ersten Zehn könnte ich kommen, da bleibe ich mal bis zur Siegerehrung“, sagte der Erdinger zu sich selbst. Umso überraschter war er aber, als sein Name beim Turniersieg fiel. Spitzwegs Lohn: Natürlich der heiß begehrte Titel „Erdinger Schafkopfmeister“ und 1000 Euro in bar. Der überraschende Geldsegen ist schon verplant: „Es ist das Startkapital für einen Familienurlaub auf Mallorca“, verrät er.

Josef Eberl aus Berglern landet auf Platz 2

Grund zum Strahlen hatte auch Josef Eberl. Mit Platz zwei sorgte der Berglerner für einen Landkreis-Doppelsieg. „Ich hatte in der ersten Runde 27 Punkte. Aber in der zweiten Runde lässt man oft aus“, so der 64-Jährige. Nicht so gestern in Erding. 21 Zähler in Runde zwei sorgten in der Endabrechnung für 48 Punkte bei fünf gewonnenen Soli und Platz zwei. Dafür gibt’s 500 Euro. „Und das ist Motivation für die nächsten Turniere“, freut sich Eberl, der seit 55 Jahren kartelt und das Spiel von seinem Onkel gelernt hat. Was er mit dem Geld macht? „Ich habe drei heiratsfähige Kinder“, verrät er lachend.

Der Erdinger Schafkopfmeister heißt Robert Spitzweg (2. v. l.), der sich über 1000 Euro Siegprämie freuen durfte. Organisator Sepp Hund-egger (r.) gratulierte dem Erfolgsquartett mit (v. l.) Günter Braun (Vierter, bekam den dritten Preis), Josef Eberl und Willi Riel.

Mit schwerem Gepäck reist Willi Riel zurück nach Traunfeld (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz). Der 69-Jährige erkartelte sich mit 46 Zählern (vier gewonnene Soli) den dritten Platz. Statt der ursprünglich dotierten 250 Euro entschied sich der Rentner für einen Fernseher vom gut bestückten Gabentisch.

Statt dem Kärcher-Staubsauger werden es 250 Euro

„Ich hatte eigentlich schon den Kärcher-Staubsauger im Visier“, meint Günter Braun aus Neuburg an der Donau schmunzelnd. Denn seine 44 Punkte (sieben gewonnene Soli) hatten zu Platz vier gereicht. Nun aber war die Geldprämie in Höhe von 250 Euro noch frei, für die sich der Kartler aus Leidenschaft entschied. „Ich gehe mit der Familie essen. Und das sind dann einige weitere Startgelder“, verrät der 55-Jährige. Seinem Vater Anton hat er übrigens sein Können zu verdanken. „Ich bin früher in der Wirtschaft immer an der Stirnseite gehockt und hab’ ihm beim Kartenspielen zugeschaut“, erinnert sich der Bauleiter. Braun ist bei den Schafkopffreunden Neuburg Ranglistenerster. Sein Erfolgsrezept: „Du musst mit schlechten Karten auch was machen.“

Die Erdinger Platzierungen

5. Josef Brunhirl aus Wörth (44 Punkte, 4 Soli, 0 verloren)

7. Anton Hofstaller aus Unterschwillach (43/4/1)

8. Josef Wohlmuth aus Erding (42/10/1)

11. Peter Karmann aus Erding (40/6/1)

14. Günther Körbl aus Taufkirchen (38/6/0)

15. Rainer Heissinger aus Eichenried (38/4/1)

18. Anton Mittermaier aus Isen (37/4/0)

19. Irmgard Schmidt aus Erding (37/3/0)

20. Josef Mittermeier aus Erding (36/5/2)

21. Erich Holzmann aus Taufkirchen (35/6/0)

24. Richard Karl aus Finsing (34/6/1)

25. Günter Knauft aus Erding (33/8/1)

29. Martin Stangl aus Walpertskirchen (31/1Tout/4/2)

32. Horst Skarke aus Oberding (29/7/2)

33. Josef Stangl aus Walpertskirchen (29/2/0)

39. Peter Wendlinger aus Isen (25/3/0)

40. Adolf Thaler aus Gaden (24/8/2)

42. Ludwig Rohrmeier aus Erding (24/5/0)

44. Günter Meier aus Notzing (23/5/0).

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