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Das Erdinger Herbstfest wird heuer um eine Attraktion ärmer sein: Das traditionsreiche Pferderennen – stets am ersten Festsonntag in den Geislinger Ängern – findet nicht statt. 

Der Boden ist zu weich

Herbstfest: Pferderennen fällt heuer aus

Das Erdinger Herbstfest wird heuer um eine Attraktion ärmer sein: Das traditionsreiche Pferderennen – stets am ersten Festsonntag in den Geislinger Ängern – findet nicht statt. Dazu habe sich der Vorstand des Rennvereins Erding schweren Herzens entschieden, erklärt Vorsitzende Anette Vogt.

Erding– Grund der Absage: Die Bodenbeschaffenheit des Grundstücks, das die Stadt Erding dem Verein zur Verfügung gestellt hat, ist heuer für Rennen noch nicht geeignet. „Über Jahre hinweg wurde diese Fläche als reines Ackerland genutzt“, sagt Vogt. Die Umstellung auf Grünland sei zwar erfolgt, aber es benötige einfach längere Zeit, bis die angelegte Wiese die notwendige Bodenbeschaffenheit erreicht habe. Im Klartext: „Das Gelände ist ein Traum, aber der Untergrund eine Katastrophe.“ Er sei nicht verdichtet und verwurzelt. Zeitlich werde es einfach zu eng, schließlich sollte das Rennen am 1. September ausgetragen werden, also in vier Wochen.

Absolute Priorität habe die Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern, betont die Rennvereinschefin, die seit 2012 im Amt ist. Aber auch die Anforderungen an den Untergrund, um einen sicheren Auf- und Abbau zu gewährleisten, seien erheblich. Hier wolle man kein Risiko eingehen, so Vogt. Deshalb hat sich der Vorstand, dem neben Vogt auch Sepp Ehrenthaler, Thorsten Neidlein und Florian Pointner angehören, dazu entschlossen, das Gelände heuer noch zu schonen. „Wir diskutieren schon seit Wochen“, sagt Vogt. Und das durchaus kontrovers und leidenschaftlich. Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

2020 soll das Rennen, das 1990 ins Leben gerufen worden war und 1995 einmal wegen Unbefahrbarkeit des Platzes abgesagt werden musste, wieder stattfinden. „Das Geläuf sowie lnnen- und Außenbereiche der Bahn werden in den nächsten zwölf Monaten entsprechend aufbereitet“, kündigt Vogt an: „Wir fangen im Herbst gleich mit dem Walzen an.“ Die Absage schmerzt sie umso mehr, als es dank der Stadt Erding gelungen war, ein Alternativgrundstück zum bisherigen Rennareal zu bekommen. Auf dem wird bekanntermaßen gerade ein Sportpark gebaut. zie

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