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Ein echter Hiasl Maier ist auf den diesjährigen Herbstfestkrügen zu sehen. Das Motiv präsentierten (hinten, v. l.) Marcus Bank vom Ordnungsamt, Thorsten Neidlein von printED, Günter Pech vom Stadtmarketing, (vorne, v.l.) die Kunsthändler Gisela und Günther Meier sowie OB Max Gotz.

„Ein leibhaftiger Hiasl Maier“

Ab morgen gibt‘s den Herbstfestkrug 2017

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Zum zweiten Mal ziert ein Gemälde des berühmten Erdinger Malers Hiasl Maier (1894 – 1933) den Erdinger Herbstfestkrug.

Erding - „Wer diesen Krug kauft, bei dem steht ein leibhaftiger Hiasl Maier im Regal“, sagte Erdings Oberbürgermeister Max Gotz bei der Präsentation in seinem Amtszimmer. 

„Im Wirtsgarten“ heißt das Bild von 1923, im Original Öl auf Leinwand, 83 mal 110 Zentimeter groß. Es sei ein „sehr intimes und liebevolles Motiv“, das eine Szene zeige, wie sie typisch fürs Volksfest sei: ein Paar in fescher Tracht, er mit Masskrug in der einen Hand und der Dame im anderen Arm. „Es ist schön, dass wir die Tradition des Herbstfest-Kruges jedes Jahr weiterleben lassen. Das sind eben die kleinen Bausteine, die unser Herbstfest ausmachen“, sagte Gotz. 

Das Kunsthändler-Ehepaar Gisela und Günther Meier aus Erding hatte das Gemälde einst in seinem Besitz und der Stadt nun die Rechte für das Motiv übertragen. Gotz dankte ihnen dafür und versicherte ihnen, dass sie stolz sein könnten. 

Die Meiers haben recherchiert, dass das Bild nicht in Erding, sondern in Seebruck am Chiemsee entstanden ist – und zwar im Garten des Malers Alfred Haushofer. Es zeigt dessen Tochter Margarethe von Cramer-Klett (geborene Haushofer) und den Seebrucker Zimmermann Engelbert Regenauer. Licht ins Dunkel gebracht hatte ein Brief von Margarethes Schwester Marielies Freifrau von Gemmingen aus dem Jahr 1983. Darin berichtet sie, dass die Namen, die zu dem Gemälde in einem Bildband von Hiasl Maier stehen, nicht stimmen. „Ich habe sehr lange geforscht“, schreibt die Freifrau, und weiter: „Das Mädchen im Wirtsgarten ist meine Schwester.“ Das Bild sei im Garten ihres Vaters gemalt worden. „Ich habe oft dem Hiasl beim Malen 1923 zugeschaut und es machte ihm sogar Freude“, wusste Marielies Freifrau von Gemmingen in ihrem inzwischen 34 Jahre alten Brief zu berichten. 

Für OB Gotz ist es nach dem Brauereigespann von Franz Xaver Stahl, das anlässlich des 75. Erdinger Herbstfestes vor zwei Jahren den Jubiläumskrug zierte, und Hiasl Maiers geschmückter Langen Zeile aus dem Vorjahr erneut „ein herausragendes Motiv“. 

In Szene gesetzt und auf den Krug gebannt hat es wie in den Vorjahren Thorsten Neidlein von der Firma printED. Er hat das Motiv aus dem Abdruck des Gemäldes in einem Hiasl- Maier-Buch reproduziert.

Zu kaufen gibt es den auf 200 Stück limitierten Krug ab Freitag, 25. August, für 15 Euro im Rathaus-Foyer und am Stand des Verschönerungsvereins auf dem Festgelände. 

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