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Die Rennbahn als Catwalk: Mehr als ein Dutzend Teilnehmer zeigten sich besonders kreativ behütet. Die Herren des Kegelclubs Maassen aus Köln und Andi Brenninger mit seiner Dreh-Bar auf dem Kopf (v. r.) gehörten neben zahlreichen Damen zu den Ausgezeichneten.

Hutprämierung beim Pferderennen

Hoppy Galoppy, fremde Federn und ein drehbares Hut-Karussell

Erding – Ascot macht es vor – und auch in Erding ist es gute Sitte. Ein Pferderennen ohne gewagte Hutkreationen ist nur eine halbe Sache. Der Wettbewerb findet mehr und mehr Teilnehmer.

Bei der sonntäglichen Hitzeschlacht war es ohnehin angebracht, den Kopf zu kühlen und dabei Fantasie, Witz und Kreativität zu beweisen.

Anette Vogt, Vorsitzende des Rennvereins, konnte zur 27. Rennauflage mehr als ein Dutzend behütete Kandidaten auf den Parcours schicken, die sich in vier Kategorien der Konkurrenz stellten. Neben den Hauptpreisen, Einkaufs- und Restaurantgutscheinen, gab es ganz spontan zahlreiche Sachpreise, so dass sich letztlich jeder als Gewinner fühlen durfte.

Nicht zuletzt, weil es für die Teilnahme ja schon ein Glaserl Prosecco gegeben hatte. Außer für die Kinder, die zu den Lieblingen des Publikums und der Jury gehörten. Den Kleinen war reiner Sonnenschutz eher egal, sie demonstrierten ihre Fantasie mit aufwändiger Bastelkunst. Zu den Gewinnern gehörten hier Lilo Hecht mit ihrem Hoppy Galoppy, Theresia Schraufstetter (Einhorn) und Carolina Brandhuber (Murmeltier in der Blumenwiese). Den Sonderpreis gewann Paula Hecht.

Unter den Erwachsenen erwiesen sich in der Kategorie Kreativität Anneliese Hackl mit ihrem Künstlerhut, Rosmarie Voglrieder (Modell Butterfly) und Maria Lindenthal (Fremde Federn) als Siegerinnen. Besonderes Augenmerk wurde in der Kategorie Ensemble auf die harmonische Abstimmung von Hut und Eleganz gelegt – eindrucksvoll umgesetzt von Gertraud Mesner (Flower Power), Sandra Schweiger (Black and White) und Christine Proffert (Faszinator).

Dass auch Männer über den schlichten Strohhut hinaus eine Kopfbedeckung zieren kann, zeigte eine Abordnung des Kegelclubs Maassen aus Köln, die sich geschlossen im Einheitslook zur Schau stellten. Sie ließen auf ihrer Kopfbedeckung sogar ein Schiff fahren.

Etwas zögerlich verkündete Vogt als zweiten Sieger Andreas Brenninger. Schließlich ist er als Vertreter des Erdinger Weißbräu ein Sponsor des Herbstfest-Rennens. Andererseits war sein detailreicher, selbst gebastelter Karussell-Hut, sogar drehbar, ein echter Blickfang. Für Thomas Hares (Huckleberry) blieb hier der dritte Platz.

Anette Vogt war mit dem 27. Renntag ihres Vereins sehr zufrieden: „Es ist nichts passiert, das ist das Wichtigste.“ Auch die große Zuschauer-Resonanz habe sie sehr gefreut. „Heuer hatten wir erstmals eine Fototribüne aufgestellt, die gut ankam“, erzählte sie.

Gert Seidel

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