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Für 14,50 Euro einen echten Hiasl Maier: Der neue Herbstfestkrug macht’s möglich. Die ersten Exemplare hielten gestern (v. l.): Günter Pech, Franz Xaver Mayr, OB Max Gotz, Brunhilde Mayr, Thorsten Neidlein und Marcus Bank vor.

Zusätzliche Wachleute und Taschenkontrollen

Mehr Sicherheit fürs Herbstfest

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Erding – Für das 76. Erdinger Herbstfest vom 26. August bis 4. September gilt ein verschärftes Sicherheitskonzept. Das wurde bereits vor den Bluttaten von Würzburg, München und Ansbach beschlossen. Am Donnerstag wurde zudem der neue Wiesnkrug vorgestellt.

Die blutigen Gewalttaten der vergangenen Wochen sind auch an den Behörden, die das Herbstfest organisieren, nicht spurlos vorübergegangen. Am Mittwoch fand eine Besprechung zwischen der Stadt als Veranstalterin und der Polizei Erding statt. Das neue Sicherheitskonzept wurde bereits vor den Anschlägen erarbeitet und kommt zum Teil schon beim laufenden Sinnflut-Festival zum Tragen.

Bodo Urban, stellvertretender Leiter der Inspektion, berichtet, dass es das gemeinsame Ziel sei, „dass Sicherheitskräfte deutlich präsenter und für die Bürger gut wahrnehmbar sind“. Das bestätigt Oberbürgermeister Max Gotz. „Wir stocken bei der Security stark auf.“ Die Zahl der Wachleute werde in den Spitzenzeiten auf zwölf verdreifacht. Hier nicht mitgezählt ist das Sicherheitspersonal in den beiden Festzelten.

Gotz kündigt im Gespräch mit unserer Zeitung auch verstärkte Taschen- und Rucksackkontrollen an. „Wir werden genauer hinsehen, aber mit Maß und Ziel durch geschulte Kräfte,“ so Gotz. Diesbezüglich würden Infotafeln aufgestellt.

Einen Zaun ums Festgelände lehnt der OB das. „Das ist Aktionismus.“ Urban merkt dazu an: „Das steht im Ermessen der Stadt, die das Hausrecht hat. Wenn man sich für einen Zaun entscheidet, muss man ihn auch bewachen.“ Das sei personalintensiv.

Apropos Personal: Die Wiesnwache der Polizei wird es auch heuer geben – „mit zivilen und uniformierten Kräften“, so Urban, die auch den Jugendschutz überwachten. „Wir haben an den zehn Tagen je eine Sonderschicht.“ Da die Inspektion das Fest mit eigenen Kräften absichern müsse, könne man personell nur bedingt aufstocken.

Weiter erklärt Gotz, dass eine Videoüberwachung aus rechtlichen Gründen ausscheide. Umgesetzt ist bereits das neue Rettungs- und Fluchtkonzept. Wie berichtet, wurde zum Stadion hin ein großes Tor geschaffen. „Bei einem Massenanfall an Verletzen kann sich im städtischen Stadion selbst ein Großaufgebot an Einsatzkräften einfinden. Sogar Hubschrauber können landen“, so Gotz. Wichtig sei, dass Menschen rasch an einen geschützten Platz gebracht und versorgt werden könnten.

Gotz’ Fazit: „Die Erdinger können weiter fröhlich und mit einem guten Gefühl aufs Herbstfest kommen.“ Neu an der 76. Auflage: Das Stiftungszelt bekommt einen neuen, von Harry Seeholzer gestalteten Eingang. Und die Parkgebühr zu Gunsten sozialer Vereine steigt von zwei auf drei Euro. Gotz: „Da hat sich seit Jahren nichts getan. Die Erhöhung ist moderat und gerechtfertigt.“

Nicht drei, sondern 14,50 Euro kostet der neue Herbstfestkrug in einer limitierten Auflage von 200 Stück, der gestern vorgestellt wurde. Nach dem Volksfest-Brauereigespann von Franz-Xaver Stahl im Vorjahr wurde heuer ein Motiv des berühmten Erdinger Malers Hiasl Maier ausgesucht: die Lange Zeile mit Blumen- und Fahnenschmuck. Gotz erklärte, die Entscheidung dafür sei im Volksfestausschuss schnell und einmütig gefallen.

Zur Vorstellung im Rathaus waren auch Brunhilde Mayr – ihr Mann war Neffe von Hiasl Maier – und ihr Sohn Franz Xaver Mayr gekommen. Das Original, verriet Brunhilde Mayr, hänge in ihrem Schlafzimmer. Sie freue sich sehr über dieses Motiv auf dem Krug.

Den gibt es ab 26. August zum Preis von 14,50 Euro im Rathaus-Foyer und am Stand des Verschönerungsvereins auf dem Festgelände – so lange, der Vorrat reicht.

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