Polizei-Bilanz des ersten Herbstfest-Wochenendes 

Ein Masskrug-Werfer und betrunkene Radler

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Das erste Herbstfest-Wochenende bot viel Arbeit für die Erdinger Polizei. Neben betrunkenen Verkehrsteilnehmern hatte sie es auch mit aggressiven Festgästen zu tun.

Erding– Eine „friedliche, familienfreundliche Wiesn“ hatte sich Erdings OB Max Gotz am Freitag beim Anzapfen gewünscht. Doch schon das erste Herbstfest-Wochenende hat gezeigt: Ganz ohne Polizeieinsatz geht es scheinbar doch nicht. Eva Fischer berichtet, dass es Freitag- und Samstagnacht rund ums Volksfest zu mehreren Körperverletzungsdelikten gekommen sei. „Dem zugrunde liegen dürfte in den meisten Fällen der übermäßige Alkoholkonsum“, sagt die Polizeihauptmeisterin.

So randalierte etwa ein 40-Jähriger im Festzelt und warf mit seinem Masskrug um sich. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes habe den Erdinger zunächst beruhigen und dazu überreden können, mit ihm das Festzelt zu verlassen. Dort jedoch habe der Besucher erneut angefangen zu randalieren und um sich zu schlagen. Im anschließenden Gerangel habe der Erdinger dem 33-jährigen Sicherheitsdienstmitarbeiter die Schulter ausgekugelt. Beide mussten zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus.

Sturz: 15-Jähriger schlägt sich Zahn aus

Zu tief in den Masskrug geschaut hatten gleich am ersten Festtag auch zwei 24-jährige Dorfener. „Der Nachhauseweg war wohl zu weit“, vermutet Fischer, denn die jungen Männer legten sich am frühen Samstagmorgen gegen 3.30 Uhr auf dem Gehweg an der Anton-Bruckner-Straße schlafen. Kurios: Auf ihnen lag ein kleines Fußballtor, an dem ein Zettel mit der Aufschrift „Zu verschenken“ befestigt war. Die beiden Schlafenden wurden geweckt und mit dem Taxi nach Hause befördert.

Das Taxi hätte besser auch der 36-jährige Erdinger nehmen sollen, der am späten Freitagabend mit dem Radl vom Herbstfest heimfahren wollte. Laut Polizeibericht fuhr er Richtung Innenstadt, und zwar derart unsicher, dass die Unterstützungskräfte der Flughafen-Polizei ihn kontrollieren. Da der Mann nach Alkohol roch, wurde ein freiwilliger Atemalkoholtest durchgeführt. Dieser habe einen Wert über dem gesetzlichen Grenzwert für Fahrradfahrer von 1,6 Promille ergeben. Der 36-Jährige kam zur Blutentnahme ins Klinikum. Ihn erwartet eine entsprechende Anzeige.

Damit muss auch ein 15-jähriger Bursche rechnen, der laut Polizei kurz nach Mitternacht in der Nacht auf Samstag ebenfalls mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg vom Herbstfest war. Laut Pressebericht stürzte er auf der Hiasl-Maier-Straße in Altenerding. Dabei schlug er sich einen Vorderzahn aus. Ein am Unfallort durchgeführter freiwilliger Atemalkoholtest habe einen Wert über dem gesetzlichen Grenzwert für Fahrradfahrer ergeben. Der junge Mann – der laut Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol trinken dürfte – wurde zur Durchführung einer Blutentnahme ins Klinikum gebracht. „Die hinzugezogenen Eltern hatten dieser Maßnahme zugestimmt“, berichtet Polizeihauptmeisterin Fischer. Der Staatsanwaltschaft Landshut werde nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr vorgelegt.

Rubriklistenbild: © dpa

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