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Eine Riesenstimmung herrschte am Samstagabend in beiden Zelten, hier das Erdinger. Doch rundherum hatten sicherheitsdienst und Polizei gut zu tun.

Erdinger Herbstfest

Schusseliger Drogenbesitzer, dreiste Kiffer

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Erding - Aggressive Betrunkene hielten den Herbstfest-Sicherheitsdienst auf Trab. Die Polizei musste zwei alkoholisierte Männer in Gewahrsam nehmen. Aber auch illegale Drogen waren für sie Grund zum Eingreifen.

 Die Ordnungshüter hatten am Wochenende rund um das Erdinger Herbstfest einiges zu tun. Kiffer im Umfeld des Festgeländes, ein schusseliger Drogenbesitzer, ein betrunkener Mofafahrer und Pöbler sind Hauptpersonen des Polizeiberichts.

Ein Betrunkener pöbelt in der Nacht zum Samstag andere Gäste an. Die Polizei wurde gegen 0.30 Uhr gerufen, da der Mann das Gelände trotz Aufforderung durch den Sicherheitsdienst nicht verlassen wollte. Um die Personalien des alkoholisierten Herbstfestgastes zu überprüfen, wurde er zur Volksfestwache gebracht. Dort drehte er laut Polizei plötzlich durch und versuchte Beamten eine Kopfnuss zu verpassen, was ihm jedoch nicht gelang. Darum wurde der Mann fixiert. Er wehrte sich hierbei erheblich, und verletzte dadurch drei Beamte leicht.

Zudem beleidigte er die eingesetzten Polizisten. Daher wurde Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung erstattet. Einen Atemtest verweigerte der 36-jährige Slowake. Eine Blutentnahme wurde im Anschluss im Krankenhaus durchgeführt. Seinen Rausch schlief der aggressive Pöbler in einer Polizeizelle aus.

Ein 26-Jähriger aus dem Landkreis München stieß in der gleichen Nacht gegen 2 Uhr mutwillig einen Roller um. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hielt den Mann fest, bis die Polizei kam. Der Roller wurde verkratzt. die Polizei schätzt den Schaden auf 500 Euro. Nachdem der Täter nach Feststellung seiner Personalien durch die Beamten einen durch diese ausgesprochenen Platzverweis nicht befolgen wollte, wurde er in Polizeigewahrsam genommen.

Auf dem und rund um den Festplatz hat die Polizei Kontrollen durchgeführt. Dabei erwischten die Beamten unter anderem am Freitag gegen 21 Uhr zwei junge Frauen, die gemeinsam einen Joint rauchten. Die 17-jährige Erdingerin versuchte noch, die Haschzigarette vor den Beamten zu verstecken, was ihr jedoch nicht gelang. Neben dem Joint stellt die Streife noch Marihuana sicher, das sie am Körper versteckt hatte. Sie und ihre 23-jährige Freundin, ebenfalls aus dem Landkreis, müssen mit Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen.

Auch am Samstag gegen 19:30 Uhr erwischte die Polizei einen Kiffer. Der 23-jährige Deutsche ohne festen Wohnsitz versuchte erfolglos, seinen Joint zu verstecken. Er musste eine Sicherheitsleistung von 650 Euro hinterlegen und wird nun angezeigt.

Seine Anzeige wegen Drogenbesitz hat ein 26-Jähriger auch seiner Schusseligkeit zu verdankten. Am Freitag, gegen 20 Uhr wurde beim Sicherheitsdienst des Volksfestes ein gefundener Geldbeutel abgegeben. Als die Security-Mitarbeiter feststellten, dass sich in dem Portemonnaie verbotene Substanzen befinden könnten, verständigen sie die Polizei. Während diese anrückte, meldete sich ein 26-jähriger Mann beim Sicherheitsdienst, und gab an, der Eigentümer dieser Geldbörse zu sein. Als er erfuhr, dass die Polizei anrückt, wollte er sich wieder entfernen, wurde jedoch vom Sicherheitspersonal festgehalten. Der Erdinger gab schließlich zu, dass er die aufputschende Droge im Geldbeutel aufbewahrt hatte.

Drogentypische Ausfallerscheinungen bei einem 17-jährigen brachten die Beamten auf die Spur des nächsten Falls von Marihuana-Konsum. Der junge Landauer war am Freitag gegen 18.30 Uhr in eine Kontrolle in Eichenkofen geraten. Eine Blutentnahme die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels und am Ende eine Anzeige waren die Folgen.

Mit eigentlich legalen Drogen ist ein 57-jähriger Erding er aktenkundig geworden. Doch Alkohol in Verbindung mit Mofafahren war in dem Fall nicht mit dem Gesetz in Einklang zu bringen. Der Mann wurde am Freitag gegen 19.55 Uhr in der Innenstadt von einer Polizeistreife kontrolliert. Die Beamten stellten Alkoholgeruch fest, und ein Atemtest erbrachte einen von über 1,1 Promille. Die Blutentnahme im Krankenhaus und eine Strafanzeige waren das Nachspiel.

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