Hochbetrieb im Werkstatt-Café

Erding - Es ist eine Erfolgsgeschichte: 350 defekte Gegenstände sind binnen eines Jahres ins Caritas Werkstatt-Café in Erding gebracht worden.

Das Caritas Werkstatt-Café spendete anlässlich seines einjährigen Bestehens 500 Euro für den Verein Orienthelfer. Der Kabarettist Christian Springer hatte diese Initiative gegründet, um Flüchtlingen in den Lagern im Libanon, Jordanien und Syrien vor Ort zu helfen. Nächster Café-Betrieb ist am 12. Dezember.

Binnen eines Jahres wurden rund 350 defekte Gegenstände ins Werkstatt-Café gebracht, von denen fast 60 Prozent repariert werden konnten. Inzwischen gibt es einen Pool von zwölf ehrenamtlichen Tüftlern und Handwerkern, die sich um die defekten Teile kümmern. Spitzenreiter sind Elektrogeräte, vorwiegend Radios, Staubsauger, Kaffeemaschinen und Bügeleisen.

Das Werkstatt-Café ist inzwischen aber auch zu einer Anlaufstelle geworden. So suchte eine verwitwete Dame Hilfe bei der Handhabung ihres Fotoapparats. Eine andere Frau brachte einen alten Kassettenrecorder vorbei, den ihr behinderter Sohn selbstständig bedienen kann, während die neueren Geräte zu kompliziert seien.

Auch Rariäten wie eine 50 Jahre alte Küchenmaschine fanden den Weg ins Werkstatt-Café. Diese konnte zur Freude ihrer Besitzerin übrigens wieder instandgesetzt werden.

Wichtig sind auch die ehrenamtlichen Helferinnen, die die Besucher mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen versorgen und so die Wartezeit überbrücken. Der Empfang und die Aufnahme der Geräte wird ebenfalls von Ehrenamtlichen gemanagt.

Das Werkstatt-Café hat wieder am Samstag, 12. Dezember, von 14 bis 17 Uhr in der Mädchenrealschule Heilig Blut geöffnet.

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