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Gegenüber vom Bahnhof in Hörlkofen will ein Investor drei Gebäude mit Wohnungen errichten. Die Idee gefällt nicht allen. 
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Gegenüber vom Bahnhof in Hörlkofen will ein Investor drei Gebäude mit Wohnungen errichten. Die Idee gefällt nicht allen. 

Investor will drei Gebäude mit Wohnungen bauen

Wie viel Verdichtung verträgt die Gemeinde?

Ein Investor will in Hörlkofen drei Gebäude mit Wohnungen bauen. Nicht jedem Gemeinderat gefällt dieser Umfang.

Hörlkofen – Wohnraum verdichten, die dörfliche Struktur erhalten und die Anliegerinteressen berücksichtigen – vor dieser Herausforderung steht die Gemeinde Wörth bei einem großen Baugrundstück gegenüber vom Bahnhof in Hörlkofen. Dort sollen nach den Vorstellungen des Investors, der die Fläche erworben hat, drei Gebäude mit Wohnungen entstehen. Deren Anzahl steht noch nicht fest, von mehr als 20 Einheiten war aber als erster Anhaltspunkt die Rede.

„Wie viel Verdichtung verträgt unsere Gemeinde?“

Der Gemeinderat beschloss nach eingehender Diskussion für das Projekt die erste Änderung des Bebauungsplans „Altes Rathaus“ und legte die Rahmenparameter fest. „Wie viel Verdichtung verträgt unsere Gemeinde?“, mit dieser Frage, so Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG), müsse man sich hier auseinandersetzen. Das Areal besitze bereits Baurecht, doch es gehe um die Größe der Baufenster. „Der Gemeinderat muss die eierlegende Wollmilchsau finden“, kommentierte Brigitte Kolmannsperger vom Bauamt augenzwinkernd. Letztlich legte man mit 6,50 Meter Wandhöhe, 10,50 Meter Firsthöhe, maximal 40 Prozent für die Dachaufbauten und Gauben pro Dachseite sowie mit dem Faktor 0,25 für den Grad der Versiegelung fürs Haus ohne Terrasse den Rahmen fest.

„Wir brauchen die Wohnungen“

Man habe versucht, einen Kompromiss zu finden und sei dem Bauträgerwunsch bezüglich der Verdichtung „nicht vollumfänglich“ gefolgt, bilanzierte Gneißl. „Wir sind ja alle für Verdichtung“, meinte Ulla Dieckmann (SPD) hinsichtlich der Wohnungsknappheit. Petra Schletter (Grüne) war „voll für die Nachverdichtung“ – auch in die Höhe – „wenn wir nicht mehr Flächenverbrauch wollen“. Sie betonte: „Wir brauchen die Wohnungen.“ Sie fragte aber auch, wie es mit der Verschattung der angrenzenden Gärtnerei aussehe – dies gelte es zu berücksichtigen.

Wolfgang Behn (SPD) war es wichtig, dass die Bebauung ins Gebiet passe. Er hatte mit der Tiefgarage grundsätzlich ein Problem. Anton Erl (CSU) sprach die Lärmbelastung an, die man über ein Gutachten ermitteln sollte. Für Florian Siegl (ÜPWG) war es entscheidend, dass der Fokus auf bezahlbaren Wohnungen liege.

„Mir ist das zu viel“

Renate Speer (CSU) war gegen eine „so massive Bebauung im alten Ortskern“. Sie sagte zum Entwurf mit drei Gebäuden: „Mir ist das zu viel. Ich habe Bauchweh damit.“ Und prophezeite mit Blick auf die Anwohner: „Wir kriegen von den Leuten ringsum Ärger.“ Michaela Eckmayer (ÜPWG) war für die Verdichtung, betonte aber auch: „Wir dürfen die Leute rundherum nicht vergessen.“

Die Ein- und Ausfahrtsituation der Tiefgarage zur Straße hin müsse geklärt und auch das Sichtdreieck für den Geh-und Radweg berücksichtigt werden, wurde in der Debatte angeführt. Die Rahmenparameter sollen Planer Reinhard Lindner als Richtschnur dienen. Für den Billigungsbeschluss muss das Bauvorhaben erneut dem Gemeinderat vorgelegt werden und geht dann ins Verfahren mit Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit. 

Vroni Vogel

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