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Auf dem Beifahrersitz sieht man den ausgelösten Airbag hinter dem Kindersitz.

Wichtiger Sicherheitshinweis

Frontalaufprall auf der B 15: Airbag trotz Kindersitz ausgelöst

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Bei dem schweren Unfall auf der B 15 bei Hohenpolding am Sonntagabend war auf der Beifahrerseite der Airbag ausgelöst worden, obwohl dort ein Kindersitz stand. Zum Glück war kein Baby im Wagen - andernfalls hätte der Unfall noch schlimmer enden können.

Hohenpolding - Die Serie schwerer Unfälle im Landkreis reißt nicht ab. Am Sonntagabend waren die Rettungskräfte erneut gefordert: Auf der B 15 bei Hohenpolding waren zwei Fahrzeuge mit hoher Wucht frontal ineinander gerast. Dabei wurden drei Insassen schwer verletzt. 

Zum Hergang berichtet Dorfens Polizeichef Ulrich Milius: „Ein 20 Jahre alter Mann aus Taufkirchen war auf der B 15 von Hohenpolding in Richtung Taufkirchen unterwegs. Gegen 20.30 Uhr geriet der Fahrer mit seinem Toyota aus noch ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn.“ Mit im Wagen saß ein 16-Jähriger. 

Bilder vom Unfallort

Frontalkollision fordert zwei Schwerverletzte

Auf der anderen Fahrbahnseite näherte sich in diesem Moment ein Opel Insignia. Dessen 25 Jahre alter Fahrer aus Hohenpolding konnte laut Milius nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Der Kleinwagen und der Kombi stießen frontal zusammen. Beide Fahrer sowie der Jugendliche erlitten dabei schwere Verletzungen. 

Airbag trotz Kindersitz ausgelöst

Ersthelfer entdeckten einen Kindersitz. Zudem wurden Kinderschuhe gefunden. Es stellte sich allerdings sehr schnell heraus, dass sich zum Glück kein Kleinkind im Wagen befand. Sie befreiten den eingeklemmten Beifahrer – und das trotz qualmenden Wracks und damit Brandgefahr. 

An der Unfallstelle landeten zwei Rettungshubschrauber. Zudem schickte die Integrierte Leitstelle Erding mehrere Rettungswagen, einen Notarzt sowie die Feuerwehren Hohenpolding, Sulding, Steinkirchen, Dorfen und Taufkirchen auf die B 15. 

Um den Hergang des Crashs zu ermitteln, wurde ein Gutachter beauftragt. Deswegen musste die B 15 bis nach Mitternacht komplett gesperrt werden. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um. Den Gesamtschaden beziffert die Polizei mit mindestens 30 000 Euro. 

Vier Stunden vor diesem Unfall ereignete sich eine schwere Kollision mit einem Motorrad. Nach Angaben Milius’ war ein 61-Jähriger aus Schwindegg mit seinem Mercedes auf der Staatsstraße 2086 von Hampersdorf bei Dorfen in Richtung Großkatzbach unterwegs. Da er sich verfahren hatte, wollte er nach links nach Kleinkatzbach abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden 54-jährigen Motorradfahrer. Dieser erlitt beim Sturz mittelschwere Blessuren und kam ins Krankenhaus. Die Beifahrerin im Mercedes wurde leicht verletzt. Hier entstand ein Schaden von rund 15 0000 Euro. Während der Unfallaufnahme war die Staatsstraße für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. 

Bei zwei weiteren Motorradunfällen am Freitagabend und am Sonntagvormittag waren, wie berichtet, drei Biker schwer verletzt und in Münchner Kliniken geflogen worden. 

Sicherheitshinweis: Airbag bei Kindersitz ausschalten 

Wer einen Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung auf den Beifahrersitz stellt, muss den Airbag auf der rechten Seite des Armaturenbretts unbedingt deaktivieren. Ansonsten droht der Luftsack das Kind zu erschlagen. Darauf weist Hans Rumpfinger, stellvertretender Leiter der Polizei Dorfen, aus aktuellem Anlass hin. In einem der Unfallautos vom Sonntagabend stand ein solcher Sitz. Er war aber erst später nach vorne gestellt worden. Zum Glück befand sich kein Kind im Wagen. Nur Babyschalen und Kleinstkindersitze sollen entgegen der Fahrtrichtung installiert werden, raten Polizei und ADAC. Grundsätzlich sind Kinder auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz am sichersten aufgehoben – bis zu einer Körpergröße von 1,50 Meter in einem speziellen Sitz, damit der Gurt nicht stranguliert.

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