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Einiges zu bieten hatte die Blaskapelle Hohenpolding bei ihrem 19. Frühjahrskonzert unter der musikalischen Leitung von Anton Gerbl. 

Frühjahrskonzert der Blaskapelle Hohenpolding

Filmmusik, Militärmarsch und Walzer

Romantik, Wiener Klassik, Film- und Musicalmusik sowie bayerische Volksmusik – diese Gegensätze brachte die Blaskapelle Hohenpolding im Programm zu ihrem 19. Frühjahrskonzert unter. Geleitet von Anton Gerbl, der auch für die Auswahl der Stücke verantwortlich war, bot das 21-köpfige Bläserensemble dem zahlreich erschienenen Publikum in der Mehrzweckhalle eine erfrischende Bandbreite an Musikstilen.

Hohenpolding– Eröffnet wurde das 19. Frühjahrskonzert der Blaskapelle Hohenpolding mit der „Festmusik“ von Richard Wagner, die zunächst fast sakral anmutete, dann Assoziationen zu einer Nationalhymne weckte. National ging es weiter mit „The Voice of the Guns“, ein Militärmarsch aus dem Jahr 1907. Kraftvolle, fast martialische Teile wechselten mit ruhigeren Passagen, die Melodie wurde überwiegend von Klarinetten und Querflöte gespielt.

Von Großbritannien ging es nach Bayern. Zu dem mal wiegenden, mal stampfenden Walzer „Bayrische Hochzeit“ vom Münchner Josef Rixner konnte man sich mit ein wenig Fantasie eine ganze Hochzeitsgesellschaft beim Tanz mit dem Brautpaar vorstellen. Das „Concierto de Aranjuez“ vom Spanier Joaquín Rodrigo ist eigentlich ein Solokonzert für Gitarre und Orchester. Ein Arrangement für Bläser zu finden, gestaltete sich nicht einfach, wie Saxophonistin Barbara Meier de Florez den Zuhörern erzählte. Aus ihrem Weihnachtsurlaub in der baskischen Heimat brachte sie der Blaskapelle Hohenpolding schließlich die Noten mit. Anstatt einer Gitarre übernahm das Flügelhorn, geblasen von Ingo Schneider, das Solo.

Zurück in unseren Gefilde reisten Musiker und Gäste mit dem Conny Boarischen, der schon mal Vorfreude auf die Volksfestzeit verbreitete. Kontrastreich folgte die Ouvertüre zu Goethes „Egmont“, komponiert von Ludwig van Beethoven. Nach einem ruhigen Einstieg wurde hier Spannung aufgebaut, die Pauken setzten ein, schließlich ging das Stück in einen Dialog zwischen den Blasinstrumentengruppen über, der in einem wuchtigen, freudigen Finale endete.

In der kleinsten Besetzung an diesem Abend, einem Saxophon-Quartett, spielten Barbara Meier de Florez, Petra Zollner, Werner Zollner und Martin Haider. Der den meisten Gästen wohl dem Hören nach bekannte, swingende „Baby Elephant Walk“ war Filmmusik in „Hatari!“ von 1962. Den Bogen zum Anfang schloss wieder Richard Wagners: „Elsas Brautzug zum Münster“ aus Lohengrin wurde mit lieblichen, getragenen Klängen intoniert.

„Mit vereinter Kraft“, einem Marsch von Alois Aust, startete die Blaskapelle in die zweite Hälfte und riss die Zuhörer mit der lebensfrohen und energischen Komposition mit. Dem folgte „Tausend und eine Nacht“ von „Johann Strauss (Sohn) – ein Walzer, der mit sanften Tönen einstieg, um erst später ins Drei-viertel-Takt-Schaukeln zu kommen.

Außergewöhnlichstes Soloinstrument an diesem Abend war ein Xylophon. Für das Stück „Erinnerung an Zirkus Renz“ von Gustav Peter hieß es „Manege frei“ für Schlagzeuger Thomas Huber. Mit einer schnellen, quirligen Melodie, die er, begleitet von der Kapelle, virtuos darbot, begeisterte er das Publikum.

Mit der bayerischen „Franzl Polka“, die nach lautstarker Forderung als Zugabe gespielt wurde, kam die Blaskapelle Hohenpolding wieder in die Gefilde zurück, in denen sie sich bei den vielen anstehenden Volksfesten, Fahnenweihen und Ähnlichem den Sommer über bewegen wird. (Fabian Holzner)

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