Soll erweitert werden: die Firma Gusto im Gewerbegebiet „Hohenpolding Süd“. Foto: fischbeck

Gemeinderat Hohenpolding

Gustos Hunger ist noch nicht gestillt

Hohenpolding - Ursprünglich wollte die Hohenpoldinger Firma Gusto sehr hoch hinaus. Das ist vom Tisch – jetzt geht es in eine andere Richtung.

Bis zu 30 Meter sollte die neue Hochregal-Lagerhalle der Firma Gusto in die Höhe ragen. Dazu hatte der Gemeinderat im März 2015 auch den Bebauungsplan zum ersten Mal geändert.

Nun folgte der Bauantrag von Gusto. Von der im Bebauungsplan mittlerweile gebilligten Höhe aber kann keine Rede mehr sein. Viel mehr will die Firma im Gewerbegebiet „Hohenpolding Süd“ nun in der Fläche wachsen. So soll der Betrieb auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern erweitert werden. Bei der Wahl des Baukörpers handle es sich laut Bürgermeister Heribert Niedermaier um eine „sehr moderne Form“. Allerdings sei die Planung derart flexibel, dass der Bau zu einem späteren Zeitpunkt auch noch in die Höhe wachsen könne. Aufgrund der Größe des Vorhabens kann aber nicht das Genehmigungsfreistellungsverfahren angewandt werden. Nachdem der Gemeinderat sein Einvernehmen zum Bauantrag gab, wird dieser nun ans Landratsamt zur Genehmigung weitergeleitet.

Außerdem informierte Niedermaier den Gemeinderat über die aktuellen Baufortschritte in Sachen Breitbandausbau. Derzeit bewegten sich die Arbeiten im Bereich Reitgarten in Richtung Quick sowie zwischen Buchöd und Sulding. Niedermaier betonte einmal mehr, dass bereits zahlreiche Grundstückbesitzer seitens der Telekom angeschrieben wurden und in nächster Zeit noch werden. Für einen Pauschalpreis in Höhe von 600 Euro würden die betreffenden Häuser dann direkt mit Glasfaser angebunden und die erforderlichen Erdarbeiten der Telekom durchgeführt. Als nächste Etappe würden die Bereiche um Kleinaign sowie Dickarting-Krumbach-Helding in Angriff genommen, sagte Niedermaier. Die Fertigstellung hier hänge hauptsächlich von der Witterung ab. Ein Teil der Arbeiten, etwa von Hohenpolding über den Fußballplatz nach Starzell, sei bereits abgeschlossen. Für die wenigen verbleibenden „weißen Flecken“ in der Gemeinde wolle man Bundesfördermittel in Anspruch nehmen, erklärte Niedermaier, damit der komplette Gemeindebereich künftig über eine schnelle Internetverbindung verfüge. Darüber hinaus liefen in Hohenpolding selbst derzeit Arbeiten der Telekom in Eigenregie. „Vorsichtig“ dürfe man davon ausgehen, dass dort im Hauptort bald eine Leistung von etwa 50 Mbit/s zur Verfügung stehe, sagte das Gemeindeoberhaupt. Dementsprechend rechne man auch damit, dass die Leitung in Ortsteile abstrahle, die bisher noch nicht ausgebaut worden seien. Dort sei bereits sehr kurzfristig ebenfalls mit einer Verbesserung der Geschwindigkeit zu rechnen.

Tobi Fischbeck

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