+
„Jetzt juckt es mich schon immens“: Alfons Beilhack hofft auf das Vertrauen der Hohenpoldinger bei der Aufstellungsversammlung am 3. Januar.

Bürgermeister-Wechsel in Hohenpolding nach drei Perioden

Niedermaier will nicht mehr, Nachfolger steht bereit

Der Hohenpoldinger Bürgermeister Heribert Niedermaier möchte aufhören. Ihm folgen könnte der noch parteilose Alfons Beilhack.

Hohenpolding – Bürgermeister Heribert Niedermaier hat angekündigt, dass er nach drei Amtsperioden kein weiteres Mal kandidieren möchte. Einen Nachfolger hat er schon gefunden: Alfons Beilhack. Der 51-Jährige ist Vater von drei Kindern im Alter zwischen 18 und 22 Jahren, wohnt im Weiler Hut und ist in Hohenpolding bestens bekannt, nicht nur, weil er jahrelang erfolgreich beim Theaterverein mitspielte. Im Gemeinderat ist er noch nicht.

Er arbeitet als Dreher in einer Maschinenbaufirma in Vilsheim und ist ein sehr christlicher Mensch. Beilhack kümmert sich seit sechs Jahren engagiert als Mesner um die Pfarrkirche Mariae Heimsuchung Hohenpolding. Nach zwei Perioden als Stellvertreter ist er aktuell Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Auch dem Schützenverein sowie dem Krieger- und Veteranenverein Wambach gehört er an.

Bürgermeister: Der schönste Beruf, den man sich vorstellen kann

Schon im Frühjahr habe ihn Niedermaier erstmals angesprochen, ob er Interesse am Bürgermeisterposten habe. Anfangs sei er noch sehr unsicher gewesen, schließlich sei er ein absoluter Newcomer, gibt der 51-Jährige zu. Aber je mehr er sich mit anderen Bürgermeistern darüber unterhalten habe, die auch von „0 auf 100“ diese Aufgabe erfolgreich übernommen hätten, desto mehr freundete er sich mit dem Gedanken an. Sie hätten ihm erklärt, dass Bürgermeister der schönste Beruf sei, den man sich vorstellen könne, weil man viel bewegen könne, auch wenn man sich nicht nur Freunde mache.

„Jetzt juckt es mich schon immens, dass ich es mache. Es ist was ganz Neues, und ich bin gerne mit Leuten zusammen“, sagt Beilhack. In den vergangenen Jahrzehnten sei viel in Hohenpolding geschaffen worden – Kindergarten, Schule, Turnhalle und Siedlungen. Mit der neuen Siedlung und der Kanalsanierung hätte er, sollte er gewählt werden, schon zwei große Aufgaben zum Anfang seiner Legislaturperiode.

Parteiloser Bürgermeister?

Beilhack ist parteilos. Bis dato habe ihn keine Partei wirklich überzeugen können, Mitglied zu werden, sagt er. Die Aufstellungsversammlung ist am 3. Januar. Dann wird sich entscheiden, ob er das Vertrauen der Hohenpoldinger erhalten wird und sie ihn zum Kandidaten nominieren. Bis dahin möchte er sich noch möglichst viel Wissen über seine Kommune sowie die Arbeit im Gemeinderat und der Verwaltung aneignen.

Hohenpoldinger Schuldenberg schmilzt

Für den amtierenden Bürgermeister ist Beilhack der ideale Nachfolger. „Er kann mit den Leuten gut umgehen und ist äußerst beliebt. Bis dato habe ich nur Positives gehört“, erklärt Niedermaier und betont: „Man kommt nicht als Bürgermeister auf die Welt.“ Aber man brauche dazu keine besondere Berufsausbildung, müsse kein Doktor oder Jurist sein. Gesunder Menschenverstand und Allgemeinwissen seien in seinen Augen wichtiger. Sicherlich müsse man viel dazu lernen, aber „ich habe ein gutes Gefühl, meint er in Richtung Beilhack. „Er ist ein ganz netter, ruhiger und besonnener Mensch.“

Der 53-jährige Niedermaier, der drei Perioden Bürgermeister in Hohenpolding war, hinterlässt seinem Nachfolger ein gut bestelltes Feld. Er übernahm vor knapp 18 Jahren einen Schuldenberg von weit über zwei Millionen Euro, jetzt sind es 1,2 Millionen Euro. 

Bigit Lang

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwerverletzter auf der Autobahn
Dieser Unfall gibt der Polizei Rätsel auf: Auf der A 94 ist ein Dorfener in der Nacht auf Sonntag an der Anschlussstelle Anzing verunglückt.
Schwerverletzter auf der Autobahn
Erdings erster Unverpacktladen: Lela Lose eröffnet
Erding hat seinen ersten Unverpacktladen. Am Donnerstag hat „Lela Lose“ an der Freisinger Straße eröffnet. Und die Auswahl ist groß.
Erdings erster Unverpacktladen: Lela Lose eröffnet
Fraunberger Haushalt: Das Kinderhaus ist der dickste Brocken
Fast 15 Millionen Euro umfasst der Haushaltsplan der Gemeinde Fraunberg fürs kommende Jahr, den der Gemeinderat in seiner Sitzung einstimmig verabschiedet hat. Dabei …
Fraunberger Haushalt: Das Kinderhaus ist der dickste Brocken
Geistiger Brechdurchfall im Netz - ein Kommentar
Soziale Netzwerke - wirklich? Der Ton auf Facebook & Co ist teils entsetzlich und entwürdigend. Das zeigt unter anderem die Dabatte um Christkindlmarkt und …
Geistiger Brechdurchfall im Netz - ein Kommentar

Kommentare