Große Projekte: Hohenpoldings Bürgermeister Alfons Beilhack informiert sich über den Baufortschritt beim neuen Gemeinschaftshaus.
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Große Projekte: Hohenpoldings Bürgermeister Alfons Beilhack informiert sich über den Baufortschritt beim neuen Gemeinschaftshaus.

100 Tage im Amt: Hohenpoldings Bürgermeister Alfons Beilhack

„Ich möchte schon meinen Kopf durchsetzen“

Hohenpoldings neuer Bürgermeister Alfons Beilhack hat bei der Erweiterung der Grundschule klare Vorstellungen.

Hohenpolding – Ihn selbst, als Person, haben 100 Tage im Chefsessel nicht verändert, meint Hohenpoldings Bürgermeister Alfons Beilhack: „Ich bin immer noch der Fonse. Das heißt, auch noch immer Vater und Ehemann.“

Seinen Beruf als Maschinenbauer hat er, wie angekündigt, aufgegeben. „Ich war es gewohnt, mit den Händen zu arbeiten, jetzt geschieht die meiste Arbeit mit dem Mund. Das ist durchaus eine Umstellung“, erzählt er und fügt lachend an: „An die neue Arbeitskleidung hab ich mich auch noch nicht gewöhnt. Aber ich habe eine gute Modeberaterin daheim.“

Ablegen kann er, wenn er aus dem Büro kommt, vielleicht sein Sakko, seine neue Aufgabe aber nicht. Ob er als Mesner mit dem Rad durch Hohenpolding zur Kirche fährt oder beim Bäcker und Kramer einkauft, an Gesprächen mit den Bürgern mangelt es nicht. Oft ist es nur ein Ratsch, manchmal kommen aber Anliegen und Vorschläge hinzu, die er mit ins Rathaus nimmt. So sammelt er beispielsweise Pro und Contra zum Thema Mobilfunkmasten. „Bürgermeister ist man 24 Stunden am Tag“, das hat Beilhack schnell und ohne Sehnsucht nach geregelten Arbeitszeiten angenommen.

Das erste große Projekt, das er zwar nicht planend und vorbereitend, in der Umsetzung aber von Anfang an begleitet, ist der Bau des neuen Gemeinschaftshauses. Schon beim Abriss des historischen und Ortsbild-prägenden Pfarrhauses war er vor Ort, derzeit wird an dieser Stelle am Fundament für den Neubau gearbeitet.

Ebenfalls in großen Stücken von seinem Vorgänger Heribert Niedermaier in die Wege geleitet, wurde die Erweiterung der Hohenpoldinger Grundschule. Der bestehende Vorplan für die darin unterzubringende Mittagsbetreuung sähe hier eigentlich einen Anbau über alle drei bestehenden Stockwerke vor. Beilhacks Idee wäre ein einstöckiger Nebenbau, der dann allerdings über die gesamte Länge des bestehenden Schulgebäudes gehen würde. „Da möchte ich schon meinen Kopf durchsetzen. Ich denke, dieses Konzept ist günstiger und praktischer“, argumentiert er.

Wenn auch in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch die ein oder andere schwierige Entscheidung auf ihn wartet, kann er auf die Rückendeckung in der gemeinsamen Verwaltung in Steinkirchen zählen: „Wir haben hier im Haus super fähige Leute, und bei dieser Arbeitsatmosphäre fühle ich mich wohl und gehe gern hier rein.“ Vorwürfe, wie zu viel Bürokratie oder die „langsam mahlenden Mühlen“ bei Verwaltungsvorgängen bewertet er jetzt, von innen heraus betrachtet, anders: „Es hat schon alles seinen Grund, in unserem Haus macht jeder seine Arbeit – und das gut“.

Sein Bürgermeister-Büro hat er sich längst nach seinem Geschmack eingerichtet. Das Kreuz an der Wand, das ihm bei der Übergabe noch gefehlt hatte, bekam er als Einstands-Geschenk von Pfarrer Jacek Jamiolkowski.

Fabian Holzner

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