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130 Jahre Bavaria Starzell: Ein Gründungsfest mit zwei Schirmherrn

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Fein herausgeputzt: Im feierlichen Kirchenzug ging es nach der Festmesse zur gemütlichen Geburtstagfeier zum Vereinswirt. Foto: Weingartner
Fein herausgeputzt: Im feierlichen Kirchenzug ging es nach der Festmesse zur gemütlichen Geburtstagfeier zum Vereinswirt. Foto: Weingartner

Hohenpolding - Die Schützengesellschaft Bavaria Starzell hat am Samstag ihr 130-jähriges Gründungsfest gefeiert. Der Geburtstag wurde im kleineren Rahmen mit einem schönen Festgottesdienst und Festabend im Hohenpoldinger Vereinslokal, dem Gasthaus „Zur Linde“, gemütlich begangen.

Abordnungen der Hohenpoldinger Vereine und befreundete Schützenvereine waren zum Festtag der Bavaria-Schützen gekommen. Gemeinsam ging es durch den Ortskern im Kirchenzug zum Festgottesdienst in die Hohenpoldinger Kirche. Während der Messe hatte Holzlandpfarrer Jacek Jamiolkowski die drei neuen Bänder für die Vereinsfahne gesegnet. Der Geistliche wünschte dem Verein, dass man weiter so zusammenhalte und sich weiter engagiere, wie bisher. „Es ist es Wert, für die Gesellschaft etwas zu bieten, was das Leben anspruchsvoller, interessanter und sinnvoller macht“, sagte er. Die Bavariaschützen „bereichern unser Leben in der Gemeinde“.

Schirmherrn hatte die Schützengesellschaft gleich zwei, mit Landrat und Schützenmitglied Martin Bayerstorfer sowie Bürgermeister Heribert Niedermaier. Überhaupt sei bei der Festplanung „nichts dem Zufall überlassen worden“, wusste der Gemeindechef zu berichten. Der Verein habe „einen minutiösen Ablauf geplant und für jede Eventualität einen Plan-B“ gehabt, nur nicht, dass einige Vereine schon zu früh beim Empfang dran waren. Da könne sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Starzellern sicherlich Tipps holen für die Organisation des kommenden G 8-Gipfeltreffens, meinte Niedermaier mit einem augenzwinkernd. Die Bavaria-Schützen seien ein „wichtiger Verein in der Gemeinde“. Sie seien zwar nicht im Gau dabei, sondern tragen Freundschaftsschießen aus, pflegten dafür aber die gesellschaftlichen Verpflichtungen umso mehr. Das sei „heute genauso wichtig, wie der sportliche Erfolg“.

Schützenkönig Bernhard Lehrhuber hatte den Stolz des Vereins, die Schützenkette, umgelegt. Darauf war Bayerstorfer kurz eingegangen. Sie sei eine „außerordentlich historische Kette“, mit Talern aus den ersten Bundesschießen von 1862. In diese Zeit hineingebettet wurde der Verein 1884 gegründet, erinnerte der Schirmherr. „Tradition, Brauchtum, Zusammenhalt und Gemeinschaft“ standen damals und stehen heute im Vordergrund der Schützen. Diese Werte werden auch heute noch in der Schützengesellschaft gelebt und „tatsächlich praktiziert“. Damit erfülle der Verein „eine ganz wichtige Funktion, wie die Schützenvereine insgesamt“. Auch deshalb wünschten die Schirmherrn dem Jubiläumsverein eine „weitere gute Zukunft“.

Schützenmeister Alfons Bauer fasste sich kurz in seiner Ansprache und ging nur mit ein paar Sätzen auf die Vereinsgeschichte ein. Es sollte ja nicht geredet, sondern gefeiert werden im Festsaal der „Linde“. Bauer bedankte sich bei seinem Vorstand und den über 50 Mitgliedern, die es durch ihr Engagement ermöglichten, dass „es gut läuft in Verein“. Ein herzliches Vergelt’s Gott gab es auch für die Spender der neuen Fahnenbänder.

Hermann Weingartner

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