Satzung zum Bebauungsplan erlassen

Klausenberg II: Bald darf gebaut werden

Hohenpolding - Den nächsten Schritt beim Bebauungsplan Klausenberg II hat der Gemeinderat Hohenpolding getan. Da es keine Einwände mehr gab, ist nun eine Satzung erlassen worden.

Nach der 1. Änderung des Bebauungsplanes Klausenberg II (wir berichteten) musste der Hohenpoldinger Gemeinderat in seiner Sitzung nun die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange abwägen. Einwände wurden keine vorgebracht. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Erding hatte verlauten lassen, dass durch die vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes mit neuen Wandhöhen und der neuen Oberflächenentwässerung kein zusätzlicher Eingriff entstehe. Auch aufgrund der positiven Resonanz hat der Gemeinderat daraufhin eine Satzung erlassen.

Davor hatten die Gemeinderäte fünf Bauanträgen ihr Einvernehmen erteilt. So wurde beantragt, auf dem Grundstück mit der Flurnummer 966 in Sulding eine Scheune sowie ein altes Wohnhaus abzubrechen und dort anschließend eine Maschinenhalle mit integriertem Heizungsraum als Ersatzbau zu errichten. Trotzdem, dass nicht alle Nachbarunterschriften dazu vorlagen, gab der Gemeinderat seine Zustimmung. Gleichzeitig wurde beantragt, auf dem selben Grundstück ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage zu bauen. Der Neubau ersetzt das bisherige Wohnhaus. Auch dagegen gab es keine Einwände.

Ebenfalls in Sulding darf auf dem Grundstück mit der Flurnummer 1068 eine Holzremise gebaut werden. Zwar ist der Antragsteller als Landwirt privilegiert, allerdings werden die Abstandsflächen zum bestehenden Wohnhaus nicht eingehalten. Die Überlappung betrage im westlichen Bereich 60 und im östlichen Bereich 30 Zentimeter. Die Belichtung der betroffenen Räume sei durch die giebelseitigen Fenster auch so gegeben, hieß es. Da auch die Nachbarunterschriften vollständig waren, hatte der Gemeinderat keine Einwände.

In Hohenpolding darf auf dem Grundstück mit der Flurnummer 134/32 eine Terrasse abgerissen und eine Garage neu errichtet werden. Zumindest gab der Gemeinderat sein Einvernehmen. Der Antragsteller musste allerdings zwei Abweichungen vom Bebauungsplan Brunnenfeld I beantragen. So werde die Baugrenze überschritten, auch die Abstandsflächen würden nicht eingehalten. Die Zufahrt zur bestehenden Garage sei sehr steil. Vor der Einfahrt parkende Autos müssten mit Keilen gesichert werden. Nun soll die Garage mit einem Gefälle von nur mehr 39 Zentimetern zur Straße errichtet werden. Auf dem Flachdach soll wieder die Terrasse gebaut werden. Hier waren die Nachbarunterschriften nicht vollständig, trotzdem hatte der Gemeinderat keine Einwände.

Darüber hinaus gaben die Gemeinderäte grünes Licht für ein Vorhaben auf der Flurnummer 2025 in Hohenpolding. Für dieses Grundstück wurde eine Teilnutzungsänderung des bestehenden landwirtschaftlichen Nebengebäudes in zwei Wohneinheiten beantragt. Dafür müssen laut Beschlussvorlage allerdings einige Punkte eingehalten werden. So müsse das Vorhaben einer zweckmäßigen Verwendung erhaltenswerter Bausubstanz dienen. Die äußere Gestalt des Gebäudes müsse im Wesentlichen erhalten bleiben. Die Aufgabe der bisherigen Nutzung dürfe nicht länger als sieben Jahre zurückliegen. Das Gebäude stehe im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle und es müsse eine Verpflichtung übernommen werden, keine Neubebauung als Ersatz für die aufgegebene Nutzung vorzunehmen, außer die Neubebauung werde im Interesse der Entwicklung des Betriebs erforderlich.

Tobi Fischbeck

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