Zufrieden: Die Vorsitzenden des Gewerbevereins Daniel Nowack und Anton Spangenberg sowie Marketing-Beraterin Birgit John (v. l.) .
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Zufrieden: Die Vorsitzenden des Gewerbevereins Daniel Nowack und Anton Spangenberg sowie Marketing-Beraterin Birgit John (v. l.) .

Gewerbeverein Holzland

Mehr Reichweite und Mitglieder durch digitale Gewerbeschau

Hohenpolding – Eine positive Bilanz zog Birgit John über die erste virtuelle Holzlandgewerbeschau, die digiThal, die im April stattfand. „Wir sind zufrieden, auch wenn nicht alle Erwartungen erfüllt wurden“, so die Marketing-Beraterin bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereines Holzland im Gasthaus Rauschuber.

VON BIRGIT LANG

31 Aussteller habe man an die Homepage des Vereins angekoppelt und für sie Unterseiten angelegt, die noch bis 31. Dezember online stünden. Es seien nicht nur Visitenkarten gewesen, sondern Inhalte, die dahinter stünden und in der digitalen Welt gefunden würden. Auf der Homepage seien 5300 Seitenaufrufe verzeichnet worden. Das sei die Gesamtzahl aller aufgerufenen Seiten, also auch diejenigen, die nur kurz durchgeschlendert seien, nicht unbedingt alle „Stände“ angesehen hätten.

842 Zugriffe seien gezählt worden, das seien 507 neue Nutzer laut Google Analytics. Weitere Nutzer hätten die Cookies nicht akzeptiert und seien deshalb nicht aufgeführt worden. 322 Scroll-Vorgänge wurden registriert, die auf die Unterseiten gegangen seien und sich bis zu 90 Prozent der Seiten angesehen hätten. „Das ist eine richtig gute Zahl“, betonte sie.

„Auch unsere sozialen Medien wurden gehypt.“ Bisher habe man 182 Fans auf der Facebook-Seite gehabt, das sei normal für einen Gewerbeverein, zumal man nicht wirklich fleißig beim Bestücken sei. Vom 19. bis 25. April hätten 8600 User auf die Facebook-Seite geschaut, 877 Interaktionen seien gezählt worden. „Das ist der Wahnsinn“, freute sich John über die vielen aktiven Fans, die bei diesem „viralen Schneeballsystem“ reagiert hätten. Bei Instagram habe man vor der Messe einen Account angelegt, jetzt sei man bei rund 100, das sei „auch phänomenal“.

Viele Taufkirchener Unternehmen seien aktiv gewesen. Außerdem habe sie eine Umfrage bei den Ausstellern gestartet. Bei 50 Prozent war das Ziel „mehr Aufmerksamkeit“. Diese Erwartung konnte erfüllt werden. Enttäuscht seien diejenigen, die sich Interessenten und Nachfragen erhofft hätten. „Persönliche Kontakte hat die digitale Messe nicht erfüllen können.“

Auch die einzelnen Seiten habe sie ausgewertet und die Spitzenreiter festgestellt: angeführt werde sie von der Autosattlerei Spangenberg, „weil sie wohl die erste Seite war“. Zweiter sei Elektro Strohmaier mit dem Angebot einer Wallbox gewesen. Die Firma habe so viele Anfragen erhalten, dass sie ihre Seite im Juni „blind schalten“ ließ, weil sie nicht mehr alles abarbeiten konnte. Dritte sei ein Firmenneugründer geworden, der Swimmingpools anbietet. Das Fazit: „Die Energie, die wir in die Inhalte gesteckt haben, war gut investiert. Wir haben unsere Reichweite wesentlich erhöht und neue Mitglieder gewonnen.“ Man habe die Seiten laufen lassen und in drei Monaten 6800 Zugriffe erhalten, also weitere 1500 mehr. Der Quotenbringer für den Verein sei nach wie vor der Holzland-Report mit 11 000 Stück Auflage, deshalb sollte man ihn weiter drucken.

Der Vorsitzende Daniel Nowack hatte zuvor über digitale Vorstandssitzungen berichtet und, dass der Gewerbeverein sechs neue und damit aktuell 60 Mitglieder habe. Höchst zufrieden zeigten sich die Vorsitzenden Anton Spangenberg und Nowack über Johns Engagement. Es sei „der Wahnsinn“, was der kleine Verein auf die Füße gestellt habe. Spangenberg kündigte an, dass John Anfang Oktober die Firmen wegen Anzeigen im Holzland-Report anschreiben werden.

Wenn möglich wolle man eine Weihnachtsfeier und eine Nachwuchsveranstaltung in der Schule anbieten, wenn nicht, dann wieder eine Sonderausgabe „Ausbildung“ des Holzland-Reports im Januar. Auch Nowack war vom „Feldversuch“ digiThal positiv überrascht. Künftig werde man eine Kombi-Lösung anstreben, also eine analoge Gewerbeschau mit digitalen Elementen, verriet er. Diese werde der Verein frühestens 2023 veranstalten zum Thema „Nachhaltigkeit“. Er lobte John für all ihre Leistungen und für den „Wahnsinnspreis“ mit dem sie all das angeboten habe. Nächstes Jahr plane man vielleicht sogar eine 22-Jahr-Feier.

Kirchbergs Bürgermeister und zugleich VG-Sprecher Dieter Neumeier lobte den Verein als einen der wenigen, der in dieser Zeit ein „neues Format auf die Füße gestellt“ habe. Die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen sei mit Stolz Fördermitglied geworden. Im Holzlandblatt werde man deshalb gerne kostenlos Berichte vom Verein veröffentlichen. Er regte an, dass sich jede Firma auf der Homepage mit einem Film präsentieren sollte, Er betonte auch, dass die Firmen im Holzland und der Region gute Partner der Mittelschule seien. (mel)

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