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In Reih und Glied stehen die Gusto-Laster an den Verladerampen. 31 Tore gib es seit der Erweiterung. Auf 8000 Quadratmeter ist das Firmengebäude vergrößert worden.

Nachfrage nach den Tiefkühlprodukten der Gusto AG steigt

Eine frostige Erfolgsgeschichte

  • Anna Schwarz
    VonAnna Schwarz
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Der Hunger auf Tiefkühlkost ist noch lange nicht gestillt. Das sagt Daniel van Schrick, Pressesprecher der Gusto AG aus Hohenpolding: „Die Nachfrage steigt und steigt“ – über alle Produktsparten hinweg.

HohenpoldingDeshalb hat der größte Zulieferer für Bäckerei-, Konditorei-, Eisrohstoffe und Tiefkühlprodukte seine Gebäudeflächen erweitert – um 3000 auf jetzt 8000 Quadratmeter. Und damit ist wohl noch nicht Schluss, sagt Firmenchef Peter Utz. Der 77-Jährige, der in Steinkirchen lebt, ist nicht nur Unternehmer, sondern war auch kommunalpolitisch aktiv. Für die FDP saß er im Kreistag. „Je nach dem, wie der Bedarf steigt, lassen wir uns Optionen offen, dass Erweiterungen dazukommen“, kündigte er für Gusto an.

Eis, tiefgekühlte Croissants, Pizzen und Torten, Eisbecher, Waffeln, Schokostreusel, Kaffee, Käse – das Sortiment in den Eisschränken der Gusto AG ist bunt gemischt. Zu den Kunden gehören vor allem Bäckereien, Konditoreien und Eisdielen – geliefert wird bayernweit „bis Augsburg und in den Bayerischen Wald“ sowie nach Österreich. Seit 18 Jahren hat die Firma ihren Hauptsitz in Hohenpolding, an der Gustostraße 1. Zuvor war die Firmenzentrale in Steinkirchen: „Dort produzieren wir heute unsere Strudel“, sagt van Schrick, zum Beispiel tiefgekühlte Apfel-, Topfen- und Mohnstrudel. Rund 25 Mitarbeiter sind damit beschäftigt.

Weitere 75 Menschen arbeiten in Hohenpolding. Hier lagern die Produkte in (Tief-)Kühlräumen und werden später auf die 22 Lastwagen gepackt. Diese werden in Zukunft noch mehr transportieren: Denn nach der Erweiterung gibt es 500 neue Lagerplätze im Frischdienstbereich und 800 weitere im Tiefkühlbereich. Dort ist es mit minus 22 Grad richtig frostig: „Da werden Croissants, Pizzen, Strudel, Donuts und Torten gelagert“, sagt van Schrick. Im Frischdienstbereich, bei zwei Grad, werden Milchprodukte, Käse und Eigelb aufbewahrt, aber auch Getränke und Hefe.

Außerdem gibt es nach der Erweiterung 31 Verladetore, also Rampen, an denen die Lastwagen beladen werden. Bisher waren es neun. Sie werden ab April genutzt, sagt van Schrick: „Die Saison beginnt, sobald es wärmer wird. Da geht’s richtig los bei den Eisdielen.“

Peter Utz und seinen Söhnen Max und Thomas Utz, gehen die Ideen nicht aus, sagt van Schrick: „Ein Sohn hat vorgeschlagen, am Standort in Hohenpolding eine Kaffeerösterei einzubauen.“ Gesagt, getan.

Begonnen hat die Firmengeschichte mit Peter Utz. „Ich hatte schon als Kind den Traum, mich selbstständig zu machen“, sagt er. Und: „Eigentlich habe ich mich immer für Physik und Chemie interessiert.“ Aber dann wurde er Verkaufsleiter in einem Unternehmen, das Bäckerei- und Konditorei-Rohstoffe herstellt – und gründete später mit seiner Frau Irene die eigene Firma. Vor 40 Jahren startete er mit der Gusto AG in Eldering, zog dann mit der Firma nach Inning, Steinkirchen und zuletzt nach Hohenpolding – weil er immer mehr Platz brauchte.

Utz’ Söhne stiegen vor 30 Jahren ins Unternehmen ein. Thomas Utz sagt: „In der schnell wachsenden Tiefkühlbranche sind Investitionen und Erweiterungen unablässig, um unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten.“

Seniorchef Peter Utz ist immer noch im Geschäft und erklärt ein wenig philosophisch: „Aber heute darf meine Beschäftigung nicht mehr in Arbeit ausarten.“

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