+
Jetzt geht’s auf: die Gründungsmitglieder des Burschenvereines Hohenpolding mit Bürgermeister Heribert Niedermaier (l.).

Gründungsversammlung in Hohenpolding

Neuer Burschenverein mit alter Fahne

Sie scheinen wieder voll im Trend zu liegen: Burschenvereine. Jetzt haben auch 25 junge Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aus der Gemeinde Hohenpolding und Umgebung eine solchen gegründet.

Hohenpolding Bei der Gründungsversammlung des Burschenvereins Hohenpolding im Gasthaus Rauschhuber erklärte Sprecher Florian Pleiner, wie es dazu kam. Die Idee entstand bei einem Gespräch über die alte Fahne des Katholischen Burschenvereins Hohenpolding, die sich noch im Fahnenschrank der Bäckerei Widmann befinde. Es wurde eine Whatsapp-Gruppe eingerichtet mit allen Burschen, von denen die Handynummer bekannt war, um auszuloten, wie die Resonanz für eine Gründung sei.

Mittlerweile wurde die alte Fahne in Augenschein genommen und Nachforschungen angestellt, ob es den Katholischen Burschenverein Hohenpolding überhaupt noch gebe. Die Nachforschungen würden noch andauern, erklärte Pleiner. Denn es habe sich als schwierig erwiesen, genaue Zahlen und Wissen über diese Ära auf die Schnelle herauszufinden. Bei seinen Recherchen sei er auf einige ältere Gemeindebürger gestoßen, die sich mit diesem Thema auch schon beschäftigt haben. Mit ihnen wolle er Gespräche führen. Immer wieder sei der Name „Jungbayernland“ aufgetaucht, aus dem die Landjugend und die Tradition des Theaterspielens in Hohenpolding hervorgegangen seien, habe er erfahren.

Nachdem Pleiner die Vorgeschichte erzählt hatte, wandte er sich der Vereinssatzung zu, die er ausgearbeitet hatte. „Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde“, ist darin zu lesen. Dies geschehe insbesondere durch Erhaltung und Förderung des ländlichen Brauchtums, der bayerischen Tradition, des dörflichen Zusammenhalts und anderer Bestrebungen, die Heimat in ihrer natürlichen und geschichtlichen Eigenart zu erhalten. Ein weiterer Zweck sei, das Wissen der Heimat zu vermitteln, den Heimatgedanken an die Jugend weiterzugeben und öffentliche Veranstaltungen, die mit diesen Bestrebungen im Zusammenhang stehen, durchzuführen, erklärte er.

Hohenpoldings Bürgermeister Heribert Niedermaier fungierte als Leiter der Vereinsgründung und der anschließenden Wahlen. Robert Geiselbrechtinger wurde dabei einstimmig zum Vorsitzenden des Burschenvereins Hohenpolding gewählt, zu seinem Stellvertreter Veit Rauschhuber. Zum Kassier wurde Maximilian Pfanzelt und zum Schriftführer Christian Leitmeier bestimmt. Zu den vier Beisitzern wurden Georg Nagl, Florian Pleiner, Christoph Thalmaier und Bernhard Hochwascher ernannt. Adrian Bobinger und Andreas Hochwascher wurden als Kassenprüfer beauftragt.

Niedermaier sagte den Burschen seine Unterstützung zu: Denn die Bewahrung des Brauchtums der Tradition und Geselligkeit seien ihm und seiner Gemeinde wichtig. Der Bürgermeister begrüßte es, dass junge Leute nicht einfach irgendwo herum hängen, sondern ihre Freizeit gemeinsam verbringen und sinnvollen Beschäftigungen nachgehen würden. Begeistert war er, dass sich so viele Gründungsmitglieder einfanden. Vereine wie dieser würden den Zusammenhalt stärken und dafür sorgen, dass junge Leute Anschluss fänden, meinte er und trat sogleich als ältestes Neumitglied dem Burschenverein bei.

Diskutiert und abgestimmt wurde noch über eine einheitliche Vereinskleidung und das bereits entworfene Vereinslogo mit dem Hohenpoldinger Gemeindewappen. Beim Holzlandvolksfest in Schröding werden sich die Burschen erstmals offiziell der Öffentlichkeit präsentieren.

Wolfgang Krzizok

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mit einer Feuerspritze ging’s los
Wenn am 8. Oktober der große Festumzug durch Pastetten zieht, erlebt die 140-jährige Historie der Freiwilligen Feuerwehr Pastetten ihren vorläufigen Höhepunkt. Seit …
Mit einer Feuerspritze ging’s los
Mehrere Rügen für Gemeinde
Die Gemeinde Hohenpolding ist bei der überörtlichen Prüfung für die Jahre 2014 und 2015 mehrfach gerügt worden.
Mehrere Rügen für Gemeinde
„Jetzt läuft es dann“
Die Arbeiten an der Freisinger Brücke laufen. Ab nächster Woche sollen die Bohrungen für die Pfähle erfolgen.
„Jetzt läuft es dann“
Erfolgreich gegen Jugendwahn und Isolation
Bayern soll die „digitale Inklusion“ voranbringen. Das hat Franz Wölfl, Chef der Landes-Senioren-Vertretung, beim Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens des …
Erfolgreich gegen Jugendwahn und Isolation

Kommentare