Feierstunde: Vor dem Gerätehaus wurde der Mannschaftstransporter mit dem kirchlichen Segen in Dienst gestellt. Foto: klk

Feuerwehr Sulding

Neuer Mannschaftstransporter erhöht die Schlagkraft

Hohenpolding – Die Freiwillige Feuerwehr Sulding hat einen neuen Mannschaftstransportwagen in Dienst gestellt.

Aufgebaut auf der Basis eines Ford Transit mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen und acht Sitzplätzen darf das Fahrzeug von allen Kameraden mit normalem Auto-Führerschein gefahren werden. 65 000 Euro hat das Fahrzeug gekostet, davon hat der Feuerwehrverein 40 000 Euro übernommen. Der Zuschuss des Freistaats Bayern wurde von Kommandant Johannes Stuckenberger mit 10 500 Euro angegeben. Die Gemeinde hat die Funkausstattung finanziert.

Um die gewaltige Summe aufzubringen hat die Feuerwehr, die 41 Aktive aufbieten kann, eine ganze Reihe von Veranstaltungen durchgeführt. „Mia haben uns dann gedacht, wia kannt ma mit vui Gaudi vui Geld verdienen?“ Die Ideensuche, deutete der Kommandant in seiner Rede an, sei durchaus erfolgreich gewesen. Dass überhaupt ein zweites Fahrzeug im Gerätehaus untergebracht werden kann, ist der weitreichenden Planung im Jahr 1999 geschuldet, als damals schon eine zweite Einfahrt vorgesehen worden ist.

„Florian Sulding 14/1“ bringt die Kameraden aber nicht nur zum Einsatz und zu Schulungen, sondern es ist auch eine umfangreiche feuerwehrtechnische Beladung darin verstaut. „Was wir uns eben haben leisten können, und was auch sinnvoll ist“, wie Stuckenberger am Rand der Feier der Heimatzeitung sagte. Das sind vor allem Geräte und Einrichtungen zur Verkehrsabsicherung, aber auch ein Feuerlöscher, dazu die Utensilien zur Beseitigung von Ölverschmutzungen auf der Fahrbahn. Verletzte können bis zur Übergabe an den Rettungsdienst hier untergebracht werden. Auch ein Besprechungstisch ist eingebaut, was dem Fahrzeug im Ernstfall auch Einsatzleitfunktionen geben kann. „Wir, die Feuerwehr Sulding, sind somit noch schlagkräftiger bei allen erdenklichen Einsätzen, zu denen wir gerufen werden“, sagte der Kommandant.

Bürgermeister Heribert Niedermaier sprach von einem besonderen Tag für die Feuerwehr. Dass die Kameraden bisher mit Privatwagen zum Einsatz gefahren sind, nannte der Bürgermeister „versicherungsrechtlich nicht optimal“. Auch für die Sicherheit der Einsatzkräfte sei der neue Mannschaftstransporter sehr hilfreich, so der Gemeindechef.

Kreisbrandrat Willi Vogl erinnerte daran, dass sich die Zuschusspolitik zugunsten von Mannschaftstransportwagen geändert haben. Landrat Martin Bayerstorfer ging auch auf die Finanzierung ein: Es sei nicht die Hauptaufgabe einer Feuerwehr, die Fahrzeuge zu beschaffen.

Die kirchliche Weihe wurde von Pfarrer Jacek Jamiolkowski vorgenommen.  klk

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