Mehr als ein Jahr nicht mehr in der Gemeindepolitik sind diese ehemaligen Gemeinderäte. Wegen Corona wurden sie und Altbürgermeister Niedermaier erst jetzt geehrt (v. l.): Bürgermeister Alfons Beilhack, Josef Huber, Helmut Rosenberger, Altbürgermeister Niedermaier, Gabriele Buchner, Josef Lechner und Vizebürgermeister Franz Neumaier.
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Mehr als ein Jahr nicht mehr in der Gemeindepolitik sind diese ehemaligen Gemeinderäte. Wegen Corona wurden sie und Altbürgermeister Niedermaier erst jetzt geehrt (v. l.): Bürgermeister Alfons Beilhack, Josef Huber, Helmut Rosenberger, Altbürgermeister Niedermaier, Gabriele Buchner, Josef Lechner und Vizebürgermeister Franz Neumaier.

Hohenpoldinger nach 18 Jahren im Amt gewürdigt – Auch langjährige Gemeinderäte geehrt

Niedermaier ist Altbürgermeister

Große Ehre für den Hohenpoldinger Heribert Niedermaier.

Hohenpolding – Vor 463 Tagen endete die 18-jährige Amtszeit von Hohenpoldings ehemaligem Bürgermeister Heribert Niedermaier. Bis jetzt hatten es Lockdowns und Kontaktbeschränkungen seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr unmöglich gemacht, Niedermaier die vom neuen Gemeinderat beschlossene Altbürgermeisterwürde offiziell zu verleihen. Nun war es endlich soweit:

Nachfolger Alfons Beilhack ehrte seinen Vorgänger.

Neben Niedermaier honorierte man auch die ausgeschiedenen Gemeinderäte Gabriele Buchner für zwei, Helmut Rosenberger für sechs und Josef Huber für zwölf Jahre im Amt sowie Josef Lechner, der während zwölf seiner 24 Jahre im Gremium Vizebürgermeister war.

„Weitblick und Mut ziehen sich durch dein Leben wie ein roter Faden“, wandte sich Beilhack an Niedermaier vor der Übergabe der Urkunde und eines Reisegutscheins und bekannte sich als „stiller Bewunderer“ seit dessen kurzentschlossener Kandidatur als Bürgermeister vor 20 Jahren. Für „visionäre Projekte“, wie die Gründung des Bauhofs, sei Niedermaier zunächst belächelt worden. Hoch angerechnet wird ihm in der Gemeinde heute aber auch der konsequente Schuldenabbau um fast eine Million Euro.

Anekdoten wie der nächtliche Einsatz als „Sheriff Niedermaier“, um Vandalen auf frischer Tat zu ertappen, wurden hervorgeholt. Und es wurde an den mit allen Kräften in kürzester Zeit verwirklichten neuen Festplatz für das Holzlandvolksfest zurückgedacht.

Mit der ihm eigenen Bescheidenheit verteilte Niedermaier das Lob auf Mitarbeiter und Mitbürger, ohne deren Mitwirken keine Vision umsetzbar gewesen wäre, und ganz besonders auf seine damaligen Gemeinderatskollegen. „Wehmütig, aber entschieden“ habe er nach einer „tollen Zeit“ damals seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik bekannt gegeben. Er wollte der Gefahr entgehen, „amtsblind“ zu werden. Er sei keiner, der „wie andere“ an seinem „Stuhl klebt“ und sprach sich für eine generelle Begrenzung der Amtszeit bei Bürgermeistern aus. „Recht kann man es nicht allen machen“, resümierte der Altbürgermeister und gab dies auch seinem Nachfolger als Rat für die Zukunft mit.

Fabian Holzner

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